Im Rahmen der allerHANDwerk-Tageskurse stellt die Volkskultur Niederösterreich im September den Lehmbau im Brandlhof in Radlbrunn in den Mittelpunkt.
Das Weinviertel könnte aufgrund der geologischen Beschaffenheit seiner Böden und dem daraus gewonnen Baumaterial Lehm, auch „Lehmviertel“ genannt werden. Inzwischen gelten Lehmbauten allerdings als „bedrohte Art“ im architektonischen Erbe der Region. Um diese rare Spezies vor dem weiteren Verfall zu retten, engagiert sich seit 2015 das Lehmbau BOKU-Team der Universität für Bodenkultur bei der Vermittlung der entsprechenden Erhaltungstechniken.
Hubert Feiglstorfer und Roland Meingast informieren in ihrem zweitägigen Workshop über Altbausanierung, Verarbeitungsmethoden von Lehm, Umgang mit Feuchtigkeit, historische und moderne Lehmbautechniken. Angesprochen sind Besitzer von Lehmbauhäusern und -kellern sowie alle am Thema interessierten Profis und Laien.
Die kontinuierliche Erhaltungsmaßnahmen beim Lehmbau lassen sich am besten am „lebendigen“ Objekt zeigen, gilt doch der Brandlhof als gelungenes Beispiel einer erfolgreichen Sanierung.
Kursinhalte: Altbausanierung | Lehm im Altbau | Materialien und Materialeigenschaften | Verarbeitungsmethoden von Lehm | Industriell hergestellte Produkte versus lokal verfügbare Rohmaterialien | rechtliche Komponenten | Putze: Verarbeitung und Oberflächengestaltung | Dämmung von Altbauten unter Einsatz von Lehm | Umgang mit Feuchtigkeit und der Einsatz von Lehm | historische Lehmbautechniken | moderne Lehmbautechniken
Information: Lehmbaupraxis am Objekt Sa 21. bis So 22. September 2019, jeweils 9.00-17.30 Uhr, Brandlhof, 3710 Radlbrunn 24 , Kosten: EUR 240,00 inkl. Unterlagen und Material, Referenten: Roland Meingast, Dr. Hubert Feiglstorfer, Anmeldung: 02732/85 015, office@volkskulturnoe.at , www.volkskulturnoe.at
Aussender: Volkskultur Niederösterreich GmbH, www.volkskulturnoe.at , www.volkskultureuropa.org