Sa, 28. September 2019 | 14 – 18 Uhr | 3133 Traismauer
Treffpunkt: vor dem Schloss, Hauptplatz 1
GEHsprächsleiter: Dominik Scheuch und Korbinian Lechner, Landschaftsarchitekten
Wegstrecke: ca. 4 km
Die Teilnahme am GEHspräch ist kostenlos. Anmeldung erbeten unter office@orte-noe.at . Weiter Information unter www.orte-noe.at .
ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich lädt zu einem interaktiven Rundgang in der Tradition der Spaziergangswissenschaft, die der Schweizer Soziologe Lucius Burckhardt begründet hat. Dabei werden Phänomene und Maßstäblichkeiten von Gebautem und Ungebautem, Zusammenhänge zwischen Bauen, Wohnen und Arbeiten beim gemeinsamen Gehen und Betrachten aufgezeigt, wird doch die Umgebung beim bewussten Beobachten und miteinander darüber sprechen aus sich ändernden Blickwinkeln in einem anderen Tempo und aus einer anderen Perspektive wahrgenommen als beim Blick aus dem Autofenster oder vom Fahrradsattel aus.
Traismauer: 60 Punkte! Was zunächst nach einer Weinprämierung klingt - wobei einige Traismauer Winzer bereits sehr viel mehr Punkte für ihre Weine erhalten haben – ist bei näherer Betrachtung eine beachtenswerte Zahl an Sehenswürdigkeiten für eine junge Stadt, die ihre Entwicklung der geographischen Lage und den Römern verdankt. Beim GEHspräch wird es aber weniger um 60 geschichtsträchtigen Punkte gehen, als vielmehr um Orte, die in keinem touristischen Reiseführer Erwähnung finden. Auf der gemeinsamen Spurensuche wird das Leben am und mit dem Wasser erkundet, werden Verbindungen und Barrieren diskutiert, Potentialräume gesucht und ein Perspektivwechsel angestrebt. Spannende Raumeindrücke leiten über zur Ausstellung des aserbaidschanischen Fotografen Ilkin Huseynov, der sich vor Ort mit dem Thema „Human Impact on Landscape and Living Spaces“ beschäftigt hat, die in der Fine Art Galerie, wo wir den Schlusspunkt des GEHsprächs setzen, gezeigt wird.
Die Veranstaltung ist nicht als frontal referierter Stadtrundgang angelegt, vielmehr sind alle zum Zuhören genauso wie zum Mitreden eingeladen, um in dialogischer Form neue (Raum-)Eindrücke zu gewinnen. Das GEHspräch lebt vom verbalen Austausch, beginnt zumeist mit einer historischen Spurensuche: „Wie war es früher? Was hat dazu geführt, dass es jetzt so aussieht?“; beinhaltetet eine Analyse der Bebauungsstruktur, in der sich die Lebensumstände abbilden: „Was funktioniert gut? Was könnte besser funktionieren?“; und bietet die Möglichkeit, Sicht- und Denkweisen zu überprüfen, um für den eigenen Lebensraum sensibler zu werden, um gemeinsame Zukunftsperspektiven zu entwickeln, die das Leben in der Gemeinde für alle bereichern können.
Aussender / Rückmeldungen-Kontakt: ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich, Manfred Schimek | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | 3500 Krems, Steiner Landstraße 3 | office@orte-noe.at | Tel 02732/783 74