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Infos der Kulturvernetzung Niederösterreich

Eine halbe Million an Geschichten:

immer mehr Topotheken in Österreich

+ bereits über 500.000 Dokumente erreicht
+ in immer mehr Gemeinden gibt es eine Topothek
+ einfacher Zugang zu historischen Dokumenten

Lokale Geschichte frei zugänglich zu machen – ein Ansatz, der in der Topothek seit nunmehr neun Jahren umgesetzt wird. In diesem Online-Archiv für privates Geschichtsmaterial finden sich Fotos einer Erstkommunion aus dem Jahr 1928 ebenso wie Tonaufnahmen einer Blasmusikkapelle aus den 60er Jahren, für jeden ohne Anmeldung verfügbar. Am 1. September dieses Jahres wurde nun erstmals eine halbe Million an archivierten Dokumenten erreicht – und es kommen immer schneller neue dazu.

Rasantes Wachstum
Es fing 2010 an, als Alexander Schatek mit einer maßgeschneiderten Plattform seine private Fotosammlung ordnen wollte. Die niederösterreichische Gemeinde Breitenstein hatte Interesse an der öffentlichen Verwendung der Plattform – die erste Topothek war geboren. Andere Gemeinden folgten nach. 2012 wurde die Topothek in das Internationale Netzwerk für Archivforschung (ICARUS) eingegliedert, seit 2016 kooperiert sie mit dem Niederösterreichischen Landesarchiv. Heute gibt es alleine in Österreich 175 Topotheken, und zahlreiche mit ihnen vernetzte Topotheken etwa in Deutschland, Finnland, Kroatien oder Spanien.

Neues Material
Die Anzahl der Topotheken wächst ebenso rasant wie die Anzahl der darin zugänglichen Dokumente: Nach neun Jahren waren es 400.000, ein halbes Jahr später schon 500.000. Alexander Schatek: „Auf der technischen Ebene ist die Digitalisierung einer halben Million Dokumente nicht viel, aber auf der sozialen Ebene ist es enorm“. Das Material der Topotheken liegt nicht bereits fertig in einem Archiv, sondern muss erst aufgestöbert werden – in privaten Sammlungen oder durch Kontakte über mehrere Stationen. Dazu braucht es nicht nur Wissen, wo sich Dokumente befinden, sondern auch Gespür im Umgang mit den InhaberInnen der Sammlungen. Thomas Müller, Leiter der Topothek-Gruppe Krems (Niederösterreich): „Die Leute sind dann stolz, dass es nicht in Vergangenheit gerät“.

Vergangenheit bewahren
Für die TopothekarInnen, die alle ehrenamtlich tätig sind, werden immer wieder Weiterbildungen zum Umgang mit den Dokumenten (z.B. Beschlagwortung oder Urheberrecht) angeboten. Die Fülle an Material erfüllt ihren Zweck nur, wenn die notwendigen Informationen dazu verfügbar sind. Margarethe Püler, Pensionistin und Topothekarin in Reisenberg (Niederösterreich), erklärt: „Wenn mir zu Dokumenten viele Informationen fehlen, frage ich bei den Älteren im Ort nach“. So können auch Tonaufnahmen von mittlerweile Verstorbenen aus dem Ort oder Fotos von Gebäuden, die es nicht mehr gibt, eingeordnet werden. Eine halbe Million neu aufgespürter und neu eingeordneter Dokumente – eine Fundgrube für LokalhistorikerInnen und andere Geschichtsinteressierte!

Es gibt noch viel zu tun
Wie soll es nach der halben Million nun weitergehen? Für Alexander Schatek sind in Österreich noch viel mehr Topotheken möglich. Während in Niederösterreich bereits sehr viele Gemeinden eigene Topotheken haben, ist die Verbreitung in anderen Bundesländern noch geringer. Dabei besitzen auch kleinere Gemeinden eine Fülle an historischen Dokumenten, die derzeit nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Alexander Schatek: „Die Topothek ist ein Werkzeug, mit dem Menschen ehrenamtlich viel beitragen können“. Auch die Bedienung der Plattform soll für TopothekarInnen wie BenutzerInnen vereinfacht werden. Auf jeden Fall ist klar: wenn die Erfolgsgeschichte der Topothek im gleichen Tempo weitergeht, ist auch die volle Million an Dokumenten in wenigen Jahren denkbar!

Kontakt für Rückfragen: Mag. Alexander Schatek, Prof. Dr. Stefan Koren-Straße 10, 2700 Wiener Neustadt, Tel 02622/28 150 bzw. 0664/266 55 10, as@schatek-gestaltung.at

INFO:

Was ist eine Topothek?
In einer Topothek werden historische Bilder, Karten, Videos sowie Tondokumente im Internet gesammelt und frei zugänglich zur Verfügung gestellt. Derzeit gibt es 175 Topotheken in ganz Österreich, die von örtlichen TopothekarInnen geleitet werden. Die Topothek ist eine von drei im Web frei zugänglichen Strukturen, die vom Verein ICARUS - International Center for Archival Research - betreut werden.

Mehr Informationen unter: www.topothek.at oder https://www.facebook.com/Topothek sowie auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Topothek

Aussender: Georg Schinko, georg.schinko@univie.ac.at

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