Öffnungszeiten: Samstag, Sonn- und Feiertag: 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 18 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung: 0664/511 08 40
Birgit Weinstabl (*1983) aus Klein Pertholz im Waldviertel studierte Malerei und prozessorientierte Kunstformen an der Wiener Kunstschule. Sie ist bekannt für ihre Kunstinstallationen mit Porzellanobjekten, die in der Natur ausgelegt werden und zur Berührung oder sogar zum Mitnehmen einladen. (zB. „Das 100 Zahnräder Projekt“, „die fliegenden Fische“ beim Viertelfestival NO? oder das Projekt „Gewichte“ im Garten des Belvederes). Seit mehreren Jahren entwirft und gestaltet Birgit Weinstabl einzigartigen Schmuck aus Porzellan. 2016 gründetet sie ihr Label penelop. www.penelop.at
Birgit Weinstabls Porzellanwelt ist alles andere als blass und alltäglich. Ihre Kunst ist voller Vielfalt: ursprünglich und kontemplativ genauso wie am Puls der Zeit und bewegend. Sie spricht menschliche Sinne an; ist sehbar, hörbar und greifbar. sie entsteht durch die Hingabe zu einem Material, das von der Künstlerin raffiniert und beherzt verwendet wird, ohne dass Spontaneität und Intuition darunter leiden.
Aus dem beinahe störrischen und gleichsam sinnlichen Werkstoff entstehen Bilder, Situationen und Experimente, die berühren. Das Haptische spielt sowohl im Entstehungsprozess als auch bei der Rezeption der Werke eine wesentliche Rolle. Birgit Weinstabls Porzellanarbeiten sind nicht auf Zweidimensionalität beschränkt. Sie greifen in den Raum und treten dem Menschen entgegen. Sie ermutigen sogar zur Berührung.
Birgit Weinstabl schöpft die vielseitigen Eigenschaften ihres Ausgangsmaterials leidenschaftlich aus und experimentiert mit Techniken der Bildhauerei, Malerei und Grafik. Die oftmals verborgenen Reize von Porzellan spornen sie dazu an, mit seiner Oberfläche, Form, Dimension und seinem Klang zu spielen.
Das Reine, Glatte und glasige, das im Alltagsgebrauch von Porzellan geschätzt wird, erweitert die Künstlerin durch das Farbige, Strukturierte und Raue. Birgit Weinstabl hinterlässt eine eindeutige Spur am Material – eine Spur, wie sie seit jeher Menschen hinterlassen, um ihre Anwesenheit zu dokumentieren.
Sie bearbeitet die Oberfläche mit Pinselstrichen, Ritzungen und grafischen Elementen, die genauso an archaische Wandmalerei oder Petroglyphen wie auch an moderne Street-Art-Stencils in Großstädten erinnern. Motivisch bewegen sich die bemalten oder bedruckten „Porzellanbilder“ vom abstrakten bis zu Abbildungen von Menschen, Konsumsymbolik und Icons. Ihre ausdrucksstarken Kompositionen wirken sowohl ästhetisch-sinnlich als auch zeitgemäß und cool.
Aussender: Kulturverein Dobersberg, Obfrau Anita Fröhlich, Tel 0664/511 08 40, www.kulturkeller.eu , kulturkeller@gmx.net