Livio Senigalliesi begann seine Karriere Ende der 1970er Jahre als Fotojournalist und widmete sich den großen Themen der italienischen Realität, wobei er die Kamera als Werkzeug der sozialen Analyse verwendete. Nach jahrelangem Aktivismus bei der Tageszeitung "Il Manifesto" richtete er seine Aufmerksamkeit Ende der 80er Jahre auf Ereignisse des weltpolitischen Geschehens: Er erlebte den Golfkrieg im Mittleren Osten, Berlin zur Zeit der Berliner Mauer, das Ende der Sowjetunion in Moskau sowie die Belagerung Sarajewos. Er verfolgte alle Phasen des Balkankonflikts und dokumentierte die grausamen Folgen von Kriegen und Völkermorden in Afrika und Südostasien. Zwei Themen waren in den letzten Jahren zentral: zivile Opfer von Konflikten und die Situation von Einwanderern in Italien. Sein letzter medialer Auftritt war im Rahmen einer Ausstellung zum 30. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer.
Neben Ausstellungen und Büchern gestaltet er Bildungsprojekte für SchülerInnen und StudentInnen, um durch sein Zeugnis junge Menschen zur Beschäftigung mit den Themen Krieg, Frieden und Zwangsmigration anzuregen. Auch in Hollabrunn werden ca. 170 SchülerInnen die Ausstellung besuchen und in ein Gespräch mit Livio Senialliesi treten. www.liviosenigalliesi.com
Ausstellungsdauer: bis 17. November, Do/Fr 15 – 18 Uhr, Sa/So 10 – 12 Uhr
Aussender / Infos: Galerie grenzART, 2020 Hollabrunn, Sparkassegasse 1, office@grenzart.org , www.grenzart.org , Öffnungszeiten: Do, Fr 15 bis 18 Uhr, Sa, So 10 bis 12 Uhr