Mit einem Wochenende bei freiem Eintritt beginnt das Krahuletz–Museum in Eggenburg die „Nach–Corona-Zeit". Am Samstag, dem 16. Mai, geht es um 10 Uhr los und auch am Sonntag, dem 17. Mai, gilt: „Freier Eintritt ins Museum – Spenden erbeten".
„Wir werden von der öffentlichen Hand erhalten, daher wollen wir der Allgemeinheit auch etwas zurückgeben, besonders in Zeiten wie diesen." so das Krahuletz-Team zum ungewöhnlichen Schritt. Das Museum hat danach wieder täglich geöffnet: Montag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 10 bis 17 Uhr.
Neu zu besichtigen ist eine Wechselausstellung mit dem Titel „Geheimnisvolle Mechanik – Truhen, Schlüssel, Schlösser". Es werden ausgefeilte Mechaniken, der Variantenreichtum von Schließsystemen sowie handwerklicher Erfindergeist gezeigt.
Der Bogen spannt sich vom Vorhängeschloss über Kastenschlösser bis hin zu komplexen Schließmechanismen alter Truhen – entstanden aus dem zeitlosen Bedürfnis der Menschen, ihr Eigentum zu schützen.
Als besonderes Ausstellungsobjekt wird die ehemalige Schatztruhe des alten Rathauses von Eggenburg aus dem Jahr 1701 gezeigt. Sie diente zur Verwahrung von wichtigen Schriften und Dokumenten, möglicherweise auch von Geld. Äußerlich ist sie unscheinbar, sie ist aber ungewöhnlich groß und hat acht Sperren und zusätzliche Vorhangschlösser. Wie bei der Öffnung festgestellt wurde, ist sie leer.
Der Notzeit nach dem Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren ist eine laufende Sonderausstellung zum Thema „Notgeld" gewidmet. Das Krahuletz-Museum besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen von „Notgeld" in Österreich. Aufgrund der Metallknappheit ersetzten zunächst einfache Papiergeldscheine die kleinen Münzen, doch bald schon befeuerte die Sammelleidenschaft den Variantenreichtum der Notgeldproduktionen.
Begleitend zur diesjährigen Schallaburg-Ausstellung wird das Thema „Donau" im Krahuletz-Museum reflektiert: Ein Modell im Ausstellungsbereich zur Erdwissenschaft macht den Verlauf des „Urmeeres" vor zirka 20 Millionen Jahren und der „Urdonau" vor zirka zehn Millionen Jahren, die durch das Weinviertel floss, anschaulich. Neue Schautafeln erläutern die geologischen Vorgänge. Und die „Goldhauben" gab es nicht nur in der Wachau – gemeinsam mit den „Schwarzhauben" werden Varianten aus dem Wald- und Weinviertel präsentiert.
Zum Schutz der Besucher und des Personals ist ein Museumsbesuch nur mit Mund-Nasen-Schutz und mit Rücksicht auf die geltenden Bestimmungen (Abstand & Hygiene) möglich. Vorerst werden keine Führungen und Veranstaltungen durchgeführt und pro Saal sind die Obergrenzen für die Besucheranzahl ausgewiesen.
Nähere Informationen: www.krahuletzmuseum.at