“L’Amuse-Gueule” Götz Burys Wunderkammer
Der Bildhauer (*1960) inszeniert ein historisches Schaubuffet, als Herrschaftszeichen und Machtsymbol. Die Besucher sind mit der Frage von Schein und Sein konfrontiert, denn das trashig-prunkvolle Speisezimmer besteht aus ausrangierten Alltagsgegenständen, die zweckentfremdet und recycled wurden.
“Tapete Birke*” Heimo Wallner
Der auf Grafik spezialisierte Künstler (*1961) lebt seit vielen Jahren zeitweise in den USA. Seine Zeichnungen und Drucke bestechen durch die Direktheit der Sujets.
VORSCHAU: Zwei neue Ausstellungen ab 5. Juli
„500 Jahre Niklas Graf Salm in Orth“ Schlossherr und Feldherr der Renaissancezeit
Schloss Orth verdankt seine Blütezeit und historische Bedeutung Niklas Graf Salm dem Älteren (*1459; † 4. Mai 1530) – er übernimmt 1520 die Herrschaft Orth an der Donau. Er war Statthalter in Ober- und Niederösterreich, kaiserlicher Geheimrat und oberster Feldhauptmann in Niederösterreich, sowie Oberbefehlshaber Wiens bei der ersten Türkenbelagerung 1529. Die Sonderausstellung widmet sich dem Leben und Wirken der Grafen Salm als Schlossherren, Feldherren, Renaissance-Bauherren, ihren Beziehungen zum Haus Habsburg und Spuren von Graf Salm in der Gegenwart.
„Zur Errettung des Christentums / in deliverance of Christianity“ Franz Kapfer
Der Künstler (*1971) spürt in Installationen und Aktionen Symbolen von Macht und Männlichkeit nach. Seine Kunst hinterfragt Geschichtsbilder nationaler Identität. Welchen gesellschaftlichen Stellenwert hat die Erinnerung an Kriegshelden der Habsburgermonarchie heute? Geht sie über eine touristische Verwertung von „Zeugnissen der Geschichte“ hinaus? Franz Kapfers künstlerische Antwort auf diese Fragen ist die Inszenierung der Versatzstücke von Denkmälern.
Geöffnet bis 1. November Mo – Fr 12 - 18 Uhr, Sa + So 9 – 18 Uhr
Schlossplatz 1, www.museum-orth.at
Aussenderin: Mag. Hilde Fuchs, museumORTH, www.museum-orth.at , Schlossplatz 1, 2304 Orth an der Donau