Wir stehen in den Startlöchern und fiebern dem 1. Juli, dem Tag, an dem wir wiedereröffnen dürfen, entgegen. Und weil es sich wie eine Wiedergeburt anfühlt, wollen wir den Monat auch entsprechend begehen. Wir eröffnen nicht nur im Juli wieder, sondern wir nehmen in diesem Jahr auch an der Kampagne Plasticfree July teil.
Was bedeutet das? Wir – der Kunstraum und wir, die für den Kunstraum arbeiten – werden im Juli versuchen, Einwegplastik aller Art zu vermeiden. Im Alltag bedeutet das, dass man Einwegverpackungen vermeidet, also kein verpacktes Gemüse kauft oder statt der Plastik-Wasserflasche seine eigene mitnimmt – die Auswahl im Supermarkt dürfte also kleiner werden. Wir machen in unserem institutionellen Alltag schon einiges richtig: Wir verwenden Mehrwegwasserflaschen, unsere Obst-Snacks kommen aus einer Biokiste und bei unseren Veranstaltungen drücken wir Ihnen keine Plastikbecher in die Hand.
Aber sind wir uns mal ehrlich: Der Ausstellungsbetrieb produziert wahnsinnig viel Müll und viele Treibhausgase, wie alle Branchen, die bauen, bewirten und auf internationaler Vernetzung beruhen. Wir streichen Wände an, reißen sie wieder ab und stellen neue hin. Wir versenden Kunstwerke und müssen diese so verpacken, dass wir keine Versicherungsfälle provozieren. Sie können sich in unseren Ausstellungen Saalpläne nehmen, die Sie wahrscheinlich zu Hause einfach wegwerfen werden und in unserem Besprechungsraum steht eine Kaffeemaschine mit Alukapseln.
In den letzten Wochen haben wir überlegt, wo unsere ökologische Achillesferse liegt – und wie jeder Betrieb haben wir, ehrlich gesagt, viele. Aber wir legen unseren Fokus im Juli darauf, was wir besser machen können.
Wollen Sie mitmachen? Keine Sorge, nein, wir rufen keine Challenge aus und schreiben auch keine Kettenbriefe zum Thema. Aber falls Sie das Monat, in dem unser Betrieb wieder startet, mit uns feiern wollen, haben wir Sie gerne an Bord! Und die Umwelt freut sich auch, wenn wir schon vor Juli anfangen. Im Juli halten wir Sie auf Instagram auf dem Laufenden: Sie werden sehen, wo es uns leichtfällt und wo es uns unmöglich erscheint, Plastik zu vermeiden.
Da es für den Privathaushalt andere Herausforderungen gibt und die Lernerfahrung eine andere sein wird, finden Sie hier nützliche Tipps, um Einwegplastik zu vermeiden. Wir geloben nicht, alles perfekt zu machen, aber unser Bestes zu geben!
Aussenderin: Katharina Brandl und das Team des Kunstraum Niederoesterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien, kunstraum@noeku.at