Die Künstlerinnen untersuchen in ihrer gemeinsamen Arbeit beherrschte Naturräume sowie fiktive Orte und Landschaften. Die wechselseitige Beziehung zwischen Mensch und Natur wirft Fragen nach Orientierung, Kontrolle und Identität auf. Follow impliziert die Auseinandersetzung mit persönlichen Erinnerungen, Erfahrungen und anderen zufälligen Einflüssen, die unsere Natur- und Selbstwahrnehmung prägen. Begleitend zur Ausstellung entsteht ein Artist Book in Kollaboration mit Magdalena Stöger.
4. Juli, 16 Uhr: Artist Book Launch in Anwesenheit der Künstlerinnen in Kollaboration mit Magdalena Stöger.
Corona-Collaboration-Collage by Julia Rublow und Alice von Alten
Julia Rublow lebt und arbeitet in Wien. Ihre künstlerische Arbeit umfasst performative Situationen sowie interdisziplinäre bildnerische Zugänge. Rublow ist Mitbegründerin der Künstlerbuch Edition FUROR und Gründungsmitglied der Künstlerinnengruppe CLUB FORTUNA. Sie studierte Malerei auf der Universität für angewandte Kunst, lebte und arbeitete in Paris, sowie in London. Ihre Werke waren in den letzten Jahren in Gruppen- und Soloausstellungen in Wien, Paris, Moskau, Berlin und London zu sehen. In ihrer künstlerischen Arbeit führt Rublow eine ständige Unterhaltung um die Begriffe von Identität, Freiheit, Sicherheit und Störung. Dabei geht sie medienübergreifend vor und arbeitet mit persönlichen Begegnungen, Portraits, dem Zyklus der Skulptur und der Zeichnung, sowie Natur und philosophischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. www.juliarublow.com
Alice von Alten lebt und arbeitet in Wien und im Südburgenland. Sie hat Landschaftsdesign, heute Ortsbezogene Kunst, an der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert und an Rietveld Academie in Amsterdam die Klasse Inter-Architecture besucht. Fotografie spielt eine nicht unbedeutende Rolle in der Vermittlung von Naturvorstellungen und Naturbildern, weshalb es unter anderem Ausgangspunkt für die künstlerische Praxis von Alice von Alten ist, welche sich von Prints über Collagen, Übermalungen bis hin zur Malerei bewegt. Die in der Ausstellung im Kunstraum Retz gezeigten Fotografien zeugen von vermeintlich idealer Landschaft vs. menschlicher Dominanz und spielen mit Möglichkeiten von Wahrnehmung in Komposition und Bildausschnitt. Die Faltung der Prints ist angelehnt an die Faltung von Wanderkarten aus dem bereisten Gebiet in Vorarlberg, welche Vermessung und Kontrolle über Natur und Landschaft impliziert und hinterfragt. www.alicevonalten.com
Magdalena Stöger arbeitet als Kunsthistorikerin und Kuratorin. In ihrer Forschung ist sie u.a. auf Mechanismen der Geschichtsschreibung im postjugoslawischen Kontext sowie auf kollektive und feministische Methoden der Kunstgeschichte spezialisiert. Sie hat in zahlreichen Institutionen kuratorisch gearbeitet, an der Universität Wien unterrichtet und ist Mitbegründerin der Plattform Contemporary Matters.
Geöffnet: bis 5. Juli jederzeit von außen, innen nach Vereinbarung: Andreas Nader 0650/259 50 66
Aussender: Andreas Nader, Kunstraum Retz, Kremserstr. 16, 2070 Retz, mail@kunstraumretz.com , www.kunstraumretz.com , Öffnungszeiten: Fr & Sa 15 - 18 Uhr