PETRA LUTNYK | MARGARETA PERTL | ILSE SCHNALL
Statt einer Vernissage führen an diesem Sonntag die Künstlerinnen durch die Ausstellung; es gibt Malvorführungen (botanische Illustration) und wir servieren Ihnen Erfrischungen. 3233 Kilb, St. Pöltner Straße 2
Ausstellung 4. – 18. Oktober 2020 im Kulturhaus Bürgerspital Kilb
Tage der Offenen Ateliers | Sa, 17. & So, 18. Oktober 2020
ÖFFNUNGSZEITEN AUSSTELLUNG: 04. - 18. Oktober 2020
SO: 4. Okt. 9 – 12 & 14 – 18 Uhr *)
SA: 10. Okt. 14 – 18 Uhr | SO: 11. Okt. 9 – 12 & 14 – 18 Uhr
SA: 17. Okt. 14 – 18 Uhr **) | SO: 18. Okt. 9 – 12 + 14 – 18 Uhr **)
*) Statt einer Vernissage führen an diesem Sonntag die Künstlerinnen durch die Ausstellung; es gibt Malvorführungen (botanische Illustration,) und wir servieren Ihnen Erfrischungen.
**) Tage des offenen Ateliers NÖ, mit Anwesenheit der Künsterlinnen.
COVID 19
Aufgrund der derzeitigen Situation kann nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern die Ausstellung gleichzeitig besuchen. Sie erhalten bei Eintritt eine Zählkarte. Sollten Wartezeiten entstehen, bedanken wir uns jetzt schon für Ihre Geduld. Kilb bietet eine wunderschöne Pfarrkirche und Spaziergänge. Anschließend können Sie dann die Ausstellung etwas später mit genügend Abstand und Platz genießen.
Ab der Moderne verlor die Natur in der Kunst an Bedeutung als Motiv- und Ideenspenderin. Nun scheint ein neues Interesse an ihr erwacht zu sein. Manche interpretieren dies als „Verlustanzeige“, - als Zeichen einer Zeit in der unsere Existenz durch die Öko-Krise bedroht ist. Daher ist die Natur heute nicht mehr nur eine Inspirationsquelle, sondern findet sich an einer interessanten Schnittstelle von Politik, Wissenschaft und Kunst. Die Trennlinie zwischen diesen Bereichen hat sich verschoben. Die Kategorie des Pflanzlichen mit ihrem Rhythmus des Keimens, Blühens und Vergehens kann als Sinnbild eines regenerationsfähigen Lebens verstanden werden. – Bedroht ist nur der Mensch. Petra Oxana Lutnyk 2019
Diese Gedanken Petra Lutnyks, einer der drei Teilnehmerinnen der Kilber Herbstausstellung 2020, umreißen Thema, Inhalte und Beweggründe für die diesjährige Auswahl.
Petra Oxana Lutnyk, die künstlerisch ursprünglich einen sehr eigenständigen und international erfolgreichen Weg im Bereich der Keramik eingeschlagen hatte, kam erst relativ spät, im Zusammenhang mit ihrer Lehrtätigkeit an der HLA für Künstlerisches Gestalten in Wien, zur Fotografie als Ausdrucksmedium. Ihre „Pflanzenporträts“ zeugen von einem Blick für Nuancen und Details, der Unscheinbares und Alltägliches ästhetisch und erhaben ins Bild setzt.
Margareta Pertl hat sich in ihrer Grafik und Malerei seit über 20 Jahren ganz der Pflanzenwelt verschrieben. Mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von der Royal Horticultural Society, London, illustriert sie vor allem Orchideen. Diese studiert sie in den botanischen Gärten von Wien und Dublin. Pertl ist außerdem Gründerin der „Wiener Schule der Botanischen Illustration“.
Ilse Schnalls Schmuckkreationen aus Gold und Silber finden ihre Anregungen ebenfalls in der Natur, ob es sich um Pflanzen, Gesteinsformationen oder Ablagerungen handelt. Oft sind es Dinge wie ein Kieselstein, eine Erbsenschote oder ein Insektenflügel, die den Anstoß zu ihren poetischen individuellen Stücken geben. Die Natur ist in der Krise. Dennoch hat sie nichts an Kraft verloren. Gönnen Sie sich das verdichtete Erlebnis, das die Verbindung von Natur und Kunst in der Ausstellung „Artenvielfalt“ bietet.
Lucia Bock, Kulturwerkstätte Kilb
Aussender: Kulturwerkstätte Kilb, kulturwerkstaette@kilb.at