Aus der Welt der Rennfahrer ist uns der Boxenstopp vertraut: ein Anhalten um Reifen zu wechseln oder eine Reparatur vorzunehmen. Ein Boxenstopp zwingt nun Viele zum Innehalten. Viele, die nicht aus dem Rennfahrermilieu kommen. Ich denke, es ist eine stimmige Metapher. Das Herumrasen, die Hektik des Alltags wird eingebremst. Ein Stillstand durch die Covid 19-Pandemie verursacht. Was passiert, wenn Ausstellungen gerade nicht möglich sind? Das ausgestellte Werk ist für bildende Künstlerinnen und Künstler eine zentrale Angelegenheit. Die aktuelle Lage zwingt zu neuen Perspektiven, zum Überdenken dieser Form der Präsentation. Wie kann das Zeigen der eigenen Kunstproduktion neu erfunden werden? Und wie entsteht vielleicht dadurch ein neues Kunstwerk?
BOXENSTOPP
In einer Box befinden sich 12 verschiedene Fotografien im Postkartenformat. Jeweils eine Karte wird vorne an der Box durch zwei Gummiringerln gehalten und wie in einem Bilderrahmen betrachtet. Durch die verschiedenen Motive kann eine kleine, wechselnde Ausstellung in den eigenen vier Wänden entstehen. Als Postkarten können sie aber auch an Freunde, Familie und Bekannte verschickt werden. Eine etwas antiquierte Art der Nachrichtübermittlung, ja, aber gerade jetzt doch wieder sehr willkommen.
Auflage der Boxen pro Themenkreis: 16
Jede Box kann mit 12 Postkarten des gewünschten Themenblocks gefüllt werden.
Zwei Themenkreise stehen zur Auswahl: Reisen und Side Life.
https://www.gretaznojemsky.at/werk/boxenstopp/
Aussenderin: Greta Znojemsky, studio@gretaznojemsky.at