Nun wurde mit einer großen Fotoinstallation beim Landesklinikum Melk dieses Projekt fertig gestellt.
Der aus Australien kommende Fotokünstler Lachlan LOX Blair hat Mitarbeiter*innen des Landesklinikums Melk fotografiert und diese Bilder in Collagen zusammengefügt.
Diese ummanteln nun die Säulen der Eingangsbereiche des Krankenhauses.
Über 50 Mitarbeiter*innen des Landesklinikums haben dabei mitgemacht; ob Pflegepersonal oder Reinigungsdienst, ob Ärzte oder Techniker, ob Verwaltung oder Küche – diese Menschen, gleich ob in Melk gebürtig, aus Österreich oder aus anderen Ländern hierher gezogen: sie sind Stützen der Gesellschaft.
Der Titel des Kunstwerks: „Karyatiden und Atlanten“ verweist auf diese tragende Funktion und ist an die Bezeichnung der personifizierten Stützpfeiler griechischer Tempelarchitektur angelehnt.
Dies auch als Referenz an das Gesundheitspersonal – noch dazu, wo das Landesklinikum Melk derzeit als eine der Corona-Kliniken Niederösterreichs fungiert.
Zugleich ist das Selbstverständnis des Vereins MERKwürdig, das Gedenken an die Opfer des KZ Melk in seiner Erinnerungsarbeit mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen der Gegenwart zu kombinieren. Das Thema der HERBERGSSUCHE ist gerade derzeit wieder mehr als aktuell – und zugleich gibt es das historische Wissen, welch wesentliche Bereicherung und Stütze Menschen wurden, die in einer neuen Heimat ihren Platz zu leben finden mussten und dort aufgenommen wurden.
Allgemeine Infos – zusammenfassend:
7 Künstler*innen aus Amerika, Australien, Deutschland, Frankreich, Syrien und Österreich haben in einem (Street art)Kunst-Projekt zum Thema HERBERGSSUCHE Türen und Eingangsbereiche in Melk zu gestalten. Ein Projekt, das politisch brisante Fragen stellt und durch die Positionierung im Freien auch im Lockdown der Kunstszene jederzeit besuchbar ist. www.melk-memorial.org
Aussender: Alexander Hauer, Obmann Verein MERKwürdig. Zeithistorisches Zentrum Melk, Alexander.Hauer@wachaukulturmelk.at