Die Orestie aus weiblicher Sicht.
Eine Mutter, die ihre Vergangenheit, den Verlust ihrer Tochter, die Entfremdung von ihrem Ehemann nicht verkraftet und gegen ihre Bitterkeit ankämpft. Eine Schwester, die in der Vergangenheit ihrer Eltern gefangen ist, den Verlust ihres glorifizierten Vaters nicht erträgt und Opfer ihrer eigenen Machtlosigkeit wird. Ein Bruder, der um seinen eigenen Willen betrogen wird und zum Spielball äußerer Umstände wird. Der Trojanische Krieg ist vorbei und die Fliehkraft seiner Nachwirkung bringt manche Menschen um ihre Existenz, andere um ihr Leben. Eine Mutter, die Frau und Geliebte sein will, eine Schwester, die Mutter und Frau sein will und ein Bruder, der der nur eines sein will: frei.
Aischylos' Text zur Orestie wird kombiniert mit einer modernen Neuerzählung derselben Geschichte aus der Feder von Lukas Johne, der seine Version mit Ironie und hintergründigem Humor versieht. An zwei Abenden wird die Geschichte von Orest erzählt, der erst seiner Schwester Elektra (Teil 1: Freitag, Kurpark) und dann seiner Mutter Klytaimnestra (Teil 2: Samstag, Burgruine) gegenübertritt, im Versuch, die Dämonen der Vergangenheit zu zähmen.
Die Termine:
Die Orestie - Identität und Rache. Teil 1 (mit Miriam Hie und Lukas Johne)
Freitag, 4., 11., 18. 25. Juni 2021, 19.30 Uhr im Kurpark
Die Orestie - Identität und Rache. Teil 2 (mit Eva Herzig und Lukas Johne)
Samstag, 5., 12., 18., 25. Juni 2021, 19.30 Uhr in der Burgruine
Kontakt: Lukas Johne, Tel 0680/305 32 07, www.kultursommerfrische.com
Aussender: Schneeberglandkultur, kultur@schneeberglandkultur.at