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Veranstaltungen und Festivals

Kunstverein Baden: THE MEMORY OF TOMORROW

Ausstellung noch bis 21. Februar 2021

Melanie Dorfer, Sylvie Lacroix, Alfred Rottensteiner, Charlotte Seyerl. Im Projektraum „Wohnzimmer“ des Kunstvereins Baden ist eine Installation von Martina Funder zu sehen.
Die Erläuterungen des Kunsthistorikers Hartwig Knack zur Ausstellung sind als Film in der Galerie zu sehen. Die musikalische Performance von Sylvie Lacroix wird, sobald es die Situation erlaubt, gezeigt. Der Kunstverein Baden freut sich bekannt geben zu dürfen, dass vier neue Mitglieder aufgenommen werden konnten. Die vierte Ausstellung in der Galerie des Kunstvereins Baden im Jahr 2020 ist den neuen Mitgliedern Melanie Dorfer, Sylvie Lacroix, Alfred Rottensteiner und Charlotte Seyerl gewidmet.

Melanie Dorfer (D) entwickelt Malerei, die immanent aus dem Material gewonnen, vom Material erzeugt ist. So versteht die Künstlerin beispielsweise die Leinwand nicht als neutralen Grund, um etwas darauf darzustellen. Vielmehr malt sie die Leinwand selbst, während die Leinwand selbst malt. In großformatiger Malerei mit wandhafter Größe nimmt Dorfer vorhandene Formate und ihre Strukturen auf, um sie zu analysieren. Sie verbindet die Strukturformel mit einer zusätzlichen (Farb- und Form-) Variable, um das Bild zu transformieren und der Möglichkeit einer Metamorphose zu öffnen. Ihre Arbeiten verharren in keiner Starrheit. Vielmehr liegt ihre Faszination in organischen Prozessen wie Verschmelzung, Zerfall und Mutation.

Sylvie Lacroix (F)
Die in Lyon geborene Flötistin (Querflöte) Sylvie Lacroix studierte am Conservatoire Lyon, anschließend an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, an der sie ihr Diplom mit Auszeichnung abschloss. Sie lebt seit 1980 als freischaffende Flötistin in Wien. Sie tritt vor allem als Solistin und Kammermusikerin auf.

Alfred Rottensteiner studiert derzeit über das Stipendium „Art School Alliance“ an der Hochschule für bildende Kunst in Hamburg, Malerei an der Akademie der bildenden Künste bei Daniel Richter und hat am Institut für das künstlerische Lehramt unter Jakob Lena Knebl und Elke Krasny diplomiert. In seinen Werken nimmt Rottensteiner Anleihen bei einer Vielzahl an Techniken und künstlerischen Ausdrucksformen des konzeptionellen Expressionismus und der Relational Art. „Meine Kunst verstehe ich als multimedialen Ausdruck humaner Strukturen. Mensch und Natur begeben sich auf eine Ebene, es entsteht ein kooperatives Verhältnis. Das Kunstwerk ist dabei Projektionsfläche - hier trifft die soziale Umwelt aufeinander.“ Rottensteiner versteht seine Kunst als ein bewusstes Schaffen einer Illusion, die einerseits die Welt in Frage stellt, welche durch die menschliche Fähigkeit des abstrakten Denkens geschaffen wird und andererseits durch diese Infragestellung auf Realitäten hinter der geschaffenen Welt aufmerksam gemacht wird.

Charlotte Seyerl
„The job of the artist is always to deepen the mystery."
Francis Bacon
...Die atmosphärischen Kompositionen zeigen Momentaufnahmen der Gegenwart, scheinbar ort- und zeitlose Ansichten, in welchen vertraute, von Traditionen überformte Bilder des Urbanen mit der Wahrnehmung der labyrinthischen Gegenwart der Stadt verschmelzen.
Unschärfen, differierende Lesarten und sogar Missverständnisse in der Interpretation scheinen einkalkuliert, wenn nicht sogar vorprogrammiert.
Kompositorisch schlägt sich das in der Vorliebe für das Ausschnitthafte, für das Anschneiden der Motive und für jähe Verkürzungen nieder, welche die Isolation der Protagonisten inmitten der Sichtbarkeit herausstreicht. Schlagschatten und Streiflichter vermitteln räumliche Tiefe und rhythmisieren die Bildfläche. Mit markanten Hell-Dunkel-Kontrasten wird der Blick ins Bild gelenkt und führt ihn in manchen Fällen auch wieder hinaus. Gegenüber den lichtdurchfluteten, fast schwebenden Bildfindungen der jüngsten Schaffensperiode ist nun die Dramatik deutlich in den Vordergrund getreten, was noch durch den Einsatz von Schwarz- und Grautönen verstärkt wird., mit welchen die Bildmotive aus den Schatten und Dunkelzonen herausgearbeitet werden.
aus Edith Almhofer, DIE GEGENWART IM AUGENSCHEIN

Charlotte Seyerl (* 1953 in Wien) ist eine österreichische Malerin und Vertreterin der Neuen Gegenständlichkeit.
Lotte Seyerl studierte von 1971 bis 1976 an der Akademie der bildenden Künste Wien an der Meisterschule für Malerei bei Walter Eckert und ist seit 1986 Mitglied der Wiener Secession.
Sie lebt als freischaffende Malerin in Wien, Niederösterreich und Tirol, 1988 vorübergehend in Berlin.
Von 1983 bis 1992 kuratierte sie Projekte, unter anderem Donauinsel, in der Galerie Springfeld, Berlin (1988), Guerilla Girls/New York in der Kunsthalle Exnergasse, Wien (1991), Art Slide Peep Show für die Intakt im WUK, Wien (1991), TON&TON, Kunst-Wissenschaft im Ökologieinstitut, Wien (1991), Vakuum limited Edition (1990), Vienna Express im Manhattan Graphics Center, New York (1998), SilvrettAtelier im Haus Wittgenstein, Wien (2001).
1999 bis 2018 war sie Professorin am Institut für Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. www.seyerl.at

Im Projektraum „Wohnzimmer“ des Kunstvereins Baden
Martina Funder
Das facettenreiche Formenrepertoire von Martina Funders Keramiken reicht vom Linear-Geometrischen bis zum Organisch-Vegetabilen. Die Oberflächenbeschaffenheit ihrer Objekte ist rau oder grob, glatt oder glasiert. Die Natur mit ihrer Fülle an Mustern, Rhythmen und Farben, liefert der Künstlerin immer wieder aufs Neue Impulse für ihre Kunst. Dabei integriert Funder in ihre Werke immer tagesaktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft, die sie betreffen oder betroffen machen.

Aussender / Infos: GALERIE, Beethovengasse 7, 2500 Baden, Tel 0650/47 100 11, info@kunstvereinbaden.at , www.kunstvereinbaden.at , Öffnungszeiten: Sa 10 bis 12 Uhr, 14.30 bis 18 Uhr, So 14.30 bis 18 Uhr

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