Ein reiches Wissen zur Geschichte und den Besonderheiten des Landes und seiner Regionen beherbergen Niederösterreichs Stadt-, Stifts- und Regionalmuseen. Nun öffnen einige Museen in allen Vierteln des Landes wieder ihre Tore für Besucherinnen und Besucher und laden zu einer Auszeit bei Kunst- und Kulturgenuss.
Für Familien: zum Austoben und Staunen
75 Millionen m2 groß ist die „Museumsfläche“ im Weinsbergerwald, wo 54 Objekte die Geschichte der Region vom Mittelalter bis ins industrielle Zeitalter erzählen. Zu Beginn – oder zum Abschluss – der Wanderung empfiehlt sich ein Besuch der Ausstellung im 250 Jahre alten Truckerhaus im Zentrum von Gutenbrunn. Das größte Amethyst-Vorkommen Europas und die farbenprächtige Sonderausstellung „Achate – das farbige Geheimnis“ sind in der Amethyst Welt Maissau genauso einen Besuch wert wie der große Spielplatz vor den Toren (ab 20.2.). Für kleine und große Gäste gleichermaßen faszinierend sind die nur wenige Zentimeter kleinen Zinnfiguren in der Zinnfigurenwelt Katzelsdorf (ab 13.2.), die in prächtigen Dioramen zum Leben erweckt werden. Im Wiener Tramwaymuseum im ehemaligen Semperit-Werk in Traiskirchen kann man die Entwicklung der Wiener Straßenbahn vom Pferdebahnwagen bis zu den Niederflurwägen nachvollziehen – und sogar wie ein Fahrgast im Wageninneren Platz nehmen und manchmal auch einen Blick unter die „Motorhaube“ werfen (ab 13.2.).
Barocke Pracht und marmorne Säle: Niederösterreichs Stifte
Im Museum im Kaisertrakt im Stift Göttweig erleben Besucherinnen und Besucher barocke Pracht: von der Kaiserstiege – dem größten Barocktreppenhaus Österreichs – über den Altmannisaal und das Jagdzimmer bis zur Kleinen Galerie (ab 12.2.). Ab 20.3. beleuchtet die Sonderausstellung „Pater Lambert Karner – Ein Benediktiner als Höhlenforscher“ das Lebenswerk dieses Göttweiger Paters (1841-1909), der mehr als 400 Höhlen erforschte. Dem Kloster als lebendigen Ort mit mehr als 1000 Jahren Tradition kann man im Benediktinerstift Melk begegnen, wo Ausstellungen von Schülerinnen und Schülern des Stiftsgymnasiums genauso zu sehen sind wie von der Kunstgruppe der Caritas in Retz (ab 8.2.). Auch dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz, einem architektonischen und kunstgeschichtlichen Juwel im Wienerwald, können Gäste wieder einen Besuch abstatten (ab 8.2.).
Stadtgeschichte im Fokus in Niederösterreichs Stadtmuseen
Auf einer Fläche von 350m² können sich Interessierte im Rollettmuseum Baden von der Sammelleidenschaft des Museumsgründers Anton Rollett überzeugen und in die wechselvolle Geschichte des Kurortes Baden eintauchen (ab 8.2.). Auf „Eine Zeitreise in Bildern“ begeben sich Gäste des Langenzersdorf Museum (ab 13.2.) in einer Ausstellung, die den Zeitraum von 1900-1930 beleuchtet. Noch nie oder schon lange nicht ausgestellte Skulpturen, Graphiken und Gemälde von Bildhauern wie Anton Hanak, Siegfried Charoux, Fritz Wotruba und Alois Heidel sind in der parallel laufenden Ausstellung „Schätze der Moderne – 50 Jahre LEMU” auch zu bewundern (bis 30.5.). Das Stadtmuseum St. Pölten hinterfragt in der Ausstellung „Unser Griff nach den Rohstoffen der Welt“ (bis 21.2.), wo die Rohstoffe für unsere alltäglichen Konsumgüter herkommen und unter welchen Bedingungen sie gewonnen werden.
Sonderausstellungen
Das im alten Volksschulgebäude in Scheuchenstein bei Miesenbach untergebrachte Gauermann Museum widmet sich dem berühmten Biedermeiermaler Friedrich Gauermann (1807-1862), der unweit von hier geboren wurde. Eine Sonderausstellung wird mit Leihgaben aus dem Universalmuseum Joanneum den österreichischen Maler „Ignaz Raffalt“ ins Rampenlicht stellen (ab 24.4.). Im Waldviertler Schloss Pöggstall wird eine Sonderausstellung unter dem Titel „Schloss Pöggstall– zwischen Region und Kaiserhof“ bahnbrechende Erkenntnisse der Bauforschung und der Besitzgeschichte von Schloss Pöggstall beleuchten (ab 2.3.). Im Museum St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt lässt sich die 800-jährige Stadtgeschichte mittels einer interaktiven Präsentation der städtischen Schausammlung erleben (ab 8.2.). Die Sonderausstellung „Wir essen die Welt“ wird ab 27.3. geöffnet sein.
Eine laufend ergänzte Übersicht der geöffneten Museen gibt es auf www.noemuseen.at/im-winter-geoeffnet
Aussender / Rückfragen: Museumsmanagement Niederösterreich GmbH, Karin Böhm, Neue Herrengasse 10/3, 3100 St. Pölten, Tel 02742/90 666 6123, karin.boehm@noemuseen.at , www.noemuseen.at