Dauer: FR, 26.02.2021 – SA, 03.04.2021
Künstler_innen: manuel arturo abreu, Mei-mei Berssenbrugge, Sean Bonney, Octavia E. Butler, Jesse Darling, Luna Ghisetti, James Goodwin, Grant Jonathon/HTMLflowers, Rohini Kapil, Kashif Sharma-Patel & Anuka Ramischwili-Schäfer, Ahya Simone und Bri Williams
Gastkuratorin: Andrea Popelka
Wir sind bestimmt nicht die Einzigen, die sich nach Kunst und Kultur, hohen, weißen Wänden und weitläufigen Ausstellungsräumen sehnen. Die Museen durften wieder aufsperren! Die Bibliotheken! Der Tiergarten! Die Baumärkte! Das Donauzentrum! Endlich! Über die gesellschaftliche Wertigkeit dieser Liste wollen wir an dieser Stelle nicht spekulieren, aber wir sind uns sicher, dass sich der Geist besser mit Kunst, als mit Pullovern, Parfum und anderen Konsumartikeln Ihrer Wahl füttern lässt. Eines ist sicher: Wir waren zu lange eingesperrt und freuen uns umso mehr, wieder aufsperren zu dürfen!
Den Beginn des diesjährigen Ausstellungsprogramms macht die Gruppenausstellung Life constantly escapes von Gastkuratorin Andrea Popelka, die am DO, 25.02.2021 eröffnet wird. Ausgehend von Denker_innen der Black Radical Tradition und Schwarzen Feminismen bringt sie Künstler_innen und Poet_innen zusammen, die sich den Vorstellungen der modernen Welt und ihrer Gewalt entziehen und Alternativen aufmachen. Die "moderne Welt", wie wir sie seit der Aufklärung kennen, das ist ein spezifisches historisches Konstrukt, das über Jahrhunderte hinweg gewachsen ist. Ausgehend von den dominierenden Zentren hat es sich über das Leben auf der Erde gelegt und es in voneinander getrennte Entitäten eingeteilt: Mensch/Natur, Subjekt/Objekt, Mann/Frau. Doch was, wenn sich unser Leben dieser Kategorisierung entzöge und wir es anders begreifen könnten?
Denn auch in der Kunst wird die Aufteilung dieser Welt, die den Menschen in eine Nutzen-basierte Relation zu ihr stellt, deutlich. Life constantly escapes verweigert sich dieser Praxis der Abspaltung. Künstler_innen, Kunstobjekte und Betrachter_innen stehen hier nicht getrennt voneinander, sondern verschmelzen – auch über Zeiten und Räume hinweg - auf einer sinnlichen Ebene.
Am DO, 25.02.2021 zwischen 17 und 21 Uhr gibt es im Rahmen des Eröffnungsabends die Möglichkeit zu einer Preview der Ausstellung. Danach kann die Schau bis SA, 03.04.2021 zu den regulären Öffnungszeiten des Kunstraums besucht werden.
Aussender / Infos: Kunstraum Niederoesterreich, kunstraum@noeku.at , www.kunstraum.net