„Neues vom Zauberberg“: unter diesem Titel fand am 18. Februar 2021 ein von ORTE Architekturnetzwerk NÖ organisiertes Online-Symposion statt. Internationale, interdisziplinäre Expert*innen stellten spannende aktuelle Ansätze und Diskussionsschwerpunkte zu strukturellen wie gestalterischen Ansprüchen und Bedürfnissen in Gesundheitsbauten vor. Welche Potenziale künstlerische Projekte in diesem Kontext haben wurde von Katrina Petter (KOERNOE) anhand von regionalen wie internationalen Beispielen erläutert. Das Symposium zum Nachsehen gibt es hier.
Drei Projekte aus Niederösterreich, die verschiedene künstlerische Ansätze zeigen, wie sich bestehende Räume rund um Pflegezentren und Krankenhäuser gedanklich und visuell öffnen lassen, stellen wir hier vor. www.publicart.at
WOLKERSDORF - Landespflegeheim
Plank ≠ Poschauko, Vogelparadies, 2016
„Vogelparadies“ ist der Titel des flächendeckenden Wandbildes im Innenhof des Landespflegeheims Wolkersdorf. Das Wiener Künstlerduo Claudia Plank und H. W. Poschauko hat in seinem Konzept mit großem Geschick eine poetische wie unaufdringliche Einladung in eine Welt der Fantasie mit der klassischen Sgraffito-Technik und der Thematisierung des Innenhofs als Atrium, das in der antiken römischen Architektur als Aufenthaltsraum für die Familie diente, verbunden. Projekt
HOLLABRUNN – Landesklinikum
Claudia Märzendorfer, Für die Vögel, 2019
Mit größtmöglicher Vielfalt, Humor und Gespür für das Potential interdisziplinärer Zusammenarbeit hat Claudia Märzendorfer ihr Projekt konzipiert. 38 Nist- und Futterhäuschen zieren auf unbestimmte Zeit die Gartenanlage rund um das Landesklinikum Hollabrunn. Frei nach dem Vorbild der Werkbundsiedlung sind hier innovative Prototypen für ein zukunftsträchtiges Zusammenleben aller versammelt. Die Künstlerin hat dafür über 40 Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Musiker*innen, Architekt*innen eingeladen, ihre Idee für ein Vogelhaus-Objekt umzusetzen. Projekt
TULLN – Landespflegeheim
Regula Dettwiler, Freiraumgestaltung, 2008
Das Potenzial des Außenraums des Landespflegeheims als kommunikativer, sozialer Ort sollte nach Ansicht der Künstlerin im Zentrum stehen. So schuf sie eine belebte Landschaft: eine Landschaft mit Tieren, die sie miniaturhaft und puristisch mit begrünten Hügelkuppen, Steinhaufen, Gehwegen, Bänken, Bäumen, zwei Teichen – Imitate des Aral- und Chiemsees – und kleinen Häuschen gestaltete. Das Areal hat sich über die Jahre organisch verändert, die Tiere haben sich eingelebt und bieten den Heimbewohner*innen eine beständige Abwechslung im Garten, sodass das Projekt auch zu einer Bereicherung für die Umgebung geworden ist. Projekt
TIPP: Mehr Ausflugstipps zu Projekten im öffentlichen Raum in Niederösterreich und weitere Informationen rund um KOERNOE? Folgen Sie uns auf Facebook!
Allgemeine Rückfragen / Kontakt: Juliane Feldhoffer, Pressebereich,
Aussender: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kunst & Kultur, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, newsletter@noel.gv.at , Tel 02742/9005 13245, www.publicart.at/de/home/