Mit über 100 populärwissenschaftlichen Vorträgen habe ich bislang mehr als 2.700 Zuhörer angesprochen. Für den Herbst 2021 biete ich an:
Die griechische Unterwelt
Die alten Griechen blickten einem traurigen Jenseits entgegen. Das liebliche, sonnenverwöhnte Elysion stand bloß den Götterlieblingen offen. Mit Höllenqualen mussten andererseits nur die schlimmsten Frevler rechnen, die sich im finsteren Tartaros wiederfinden sollten. Sofern sie nicht an die Wiedergeburt glaubten oder einem Mysterienkult anhingen, erwartete die allermeisten Verstorbenen somit ein trostloses Dasein im Hades: ein feuchter, öder Ort, stets in bleichen Winter gehüllt. Viele Motive der damaligen Vorstellungen hinterließen letztlich Spuren in unserer Sprache. Dazu zählen etwa die Begriffe „Orgie“, „Pompfüneberer“, „Mysterium“, „Tragödie“, „Sisyphusarbeit“, „Élysée-Palast“ oder die Vornamen Dimitrij, Demi, Dennis, Coco und Corinna.
Johannes Kepler - himmlische Lichter und irdische Schatten
Vor 450 Jahren, im Dezember 1571, wurde Johannes Kepler geboren. Sein Leben steckt voller Widersprüche. Der Streit zwischen den Lutheranern, Calvinisten und Katholiken erschwerte es dramatisch - machte seinen Aufstieg zum berühmten Astronomen letztlich aber erst möglich. Kepler verfasste Werke mit lyrischen Titeln wie „Weltgeheimnis“ oder „Weltharmonik“. Dennoch schuf gerade er die allererste physikalisch plausible Kosmologie. Kepler stritt für Kopernikus, überwand ihn aber gleichzeitig. Der Schwabe lehnte die Sternzeichen-Astrologie ab, gilt Sterndeutern aber bis heute als Kronzeuge. Und obwohl er im Dienste dreier Kaiser stand, starb er doch in bitterer Armut. Der Vortrag entführt uns gedanklich zu den wichtigsten Stationen im Leben Keplers: Nach Graz, Prag, Linz und nach Regensburg, wo seine letzte Reise endete.
Die Vorträge dauern jeweils 60 Minuten, Honorar nach Vereinbarung.
Aussender: Dr. Christian Pinter, Wissenschaftsjournalist. vortrag@himmelszelt.at , 0676/588 58 86, www.vortrag.himmelszelt.at