Bei Schiller ist die große Liebe von einem Tag auf den anderen keine Angelegenheit der Herzen mehr, sondern ein spannungsgeladenes Politikum. Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Aber die beiden Liebenden trennt ihre soziale Herkunft. Ferdinand entstammt dem Adel, Luise kommt aus dem Bürgertum. Eine Verbindung über Standesgrenzen hinweg kommt weder für Luises Eltern noch für Ferdinands Vater, Präsident von Walter, infrage. Im Gegenteil: Um seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern, will der Präsident seinen Sohn mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, verheiraten. Ferdinand lehnt sich jedoch gegen seinen Vater auf. Je mehr sich die gesellschaftlichen Instanzen gegen die Liebe der beiden stemmen, umso mehr fühlen sich Ferdinand und Luise verbunden. Schließlich werden die beiden Liebenden Opfer einer Intrige des Präsidenten und seines Sekretärs Wurm. Angesichts der Willkür des Establishments und einer unversöhnlichen Elterngeneration setzen sie ein fatales Zeichen ...
Mit 23 Jahren verfasste Schiller sein bürgerliches Trauerspiel als jugendliche Kampfansage gegen die Vätergeneration und die herrschende Ständegesellschaft. Wie in allen Epochen, die von großen Veränderungen geprägt sind, schreibt auch heute wieder die junge Generation kompromisslos ihre Forderung nach einer besseren Welt auf ihre Fahnen.
Alexander Charim, der bereits zwei Mal sehr erfolgreich am Landestheater Niederösterreich inszeniert hat wird den großen Klassiker inszenieren. Für seine Arbeiten bei uns am Haus: „Lichter der Vorstadt“ nach Aki Kaurismäki erhielt er 2016 einen Nestroy-Preis für die beste Bundesländer Aufführung, eine Nominierung bekam er 2015 für seine Inszenierung von Grillparzers „Weh dem der lügt“.
Außerdem freuen wir uns sehr, den vielfach ausgezeichneten Schauspieler Andreas Patton, bekannt aus Theater, Film und Fernsehen, als Gast dabei zu haben. Er wird die Rolle des „Miller“ übernehmen.
Inszenierung: Alexander Charim (Bitte beachten Sie die Änderung im Vergleich zum gedruckten Spielzeitheft) | Bühne und Kostüme: Ivan Bazak | Musik: Friedrich Stockmeier | Mit: Tobias Artner, Tim Breyvogel, Leonhard Kelz, Bettina Kerl, Tilman Rose, Emilia Rupperti, Andreas Patton
Premiere Fr 28.05., 19.30 Uhr
Vorstellungen Sa 29.05., 16.00 Uhr, Fr 11.06., 19.30 Uhr
Nach wie vor wollen wir für die Sicherheit vor der Ansteckung mit COVID-19 sorgen und treffen vor, auf und hinter der Bühne die nötigen Vorkehrungen. Dafür haben wir unser Präventionskonzept, das schon letzten Herbst für einen sicheren Theaterbesuch gesorgt hat, an die neuen Vorgaben der Bundesregierung angepasst. Die aktuellen Bestimmungen für einen sicheren Theaterbesuch finden sich auf unserer Website www.landestheater.net
Aussender / Infos: Landestheater Niederösterreich, Rathausplatz 11, 3100 St. Pölten, Kartenvorverkauf: Kartenbüro St. Pölten/ Rathausplatz 19, 3100 St. Pölten, Tel 02742/90 80 80 600, Fax 02742/90 80 83, karten@landestheater.net , www.landestheater.net