In den letzten beiden Jahren wurde die Europäische Union auf eine harte Probe gestellt. Aus Angst vor der Ausbreitung eines unberechenbaren Virus gingen zum Schutz des eigenen Landes die Grenzbalken runter, der März 2020 wird als jener Monat in die Geschichte eingehen, in dem Europa seine Landesgrenzen vollständig zurückbekommen hat, in dem die erträumte Einheit zumindest vorübergehend wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen ist.
Die neueste Anthologie der Literaturedition Niederösterreich, die 2020 anlässlich „25 Jahre EU-Beitritt Österreichs“ erschien, bietet ein buntes Spektrum an essayistischen und literarischen Beiträgen zum Thema „Grenzenlos?“.
Sieben Autorinnen und sieben Autoren haben sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema genähert, die Texte sind sowohl vor als auch während der Pandemie COVID-19 entstanden, was der Anthologie zusätzliche Aktualität verleiht.
Harald Friedl, geboren 1958 in Steyr, lebt in Wien und Mitterretzbach. Dokumentarfilmer, Schriftsteller, Musiker. Filme u. a.: „Aus der Zeit“ (2006), „What Happiness Is“ (2012), „BROT“ (2020). Zuletzt Co-Autor von „Der Bäcker und sein Brot. Wie beseeltes Arbeiten und nachhaltiges Wirtschaften gelingen“ (Droemer 2019). Libretto der Jazzoper „Hochgeschätztes Tiefparterre“, Bandleader von Blaumarot. www.haraldfriedl.com
Barbara Neuwirth, geboren 1958 in Eggenburg, lebt in Wien und Mitterretzbach. Von 1985 bis 1997 Verlegerin im feministischen Wiener Frauenverlag/Milena Verlag. Autorin und Herausgeberin. Zahlreiche Buchpublikationen, zuletzt: „Helden. Heldin. Superhelden“ (Haymon Verlag 2019). Literarische Auszeichnungen, u. a. Literaturpreis der Österreichischen Industrie, Anton-Wildgans-Preis. www.barbara-neuwirth.com
Marion Steinfellner, geboren 1973 in Mistelbach (NÖ), lebt in Wien. Sie schreibt, tanzt, malt Gedichte. dancing poems. PoetikTanzperformances u. a. in Wien, Berlin und Buenos Aires. Publikationen: u. a. „nachtwasserlieder – augenblicksschreibungen“ (2015), „hab den der die das – Der Königin der Poesie / Friederike Mayröcker zum 90. Geburtstag“ (Hrsg. von Erika Kronabitter, 2014), beide edition art science. Zuletzt erschien 2020: „Transmorphosen“. Literarische Konzeptkunst über Poetik in Sprache und Tanz.
Heidelinde Gratzl, geboren in Wien, aufgewachsen im Wald- und Weinviertel, lebt in Wien. Studien an der Universität für Musik und Darstellende Kunst sowie an der Universität für Angewandte Kunst. Schwerpunkte: Neue Wiener Musik, Traditionelle und experimentelle Musik, Theatermusik, Performances und interdisziplinäre Kooperationen. Nationale und internationale Konzerttätigkeit, Zusammenarbeit u. a. mit Franziska Hatz, Otto Lechner, Albin Paulus, Jelena Popržan und Hans-Joachim Roedelius. www.heidelindegratzl.at
Ort: Rathaus, Hauptplatz, 2070 Retz
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich: noe-literaturedition@noel.gv.at
Aussender: Wolfgang Kühn, Tel 0664/432 79 73, dummail@gmx.at , www.dum.at