Niederösterreichs ältestes internationales Festival ist in der diesjährigen Edition “Musica Sacra 2021” der Menschlichkeit und der Hoffnung gewidmet. Vom 12. September bis zum 8. Oktober 2021 findet in und um St. Pölten das Festival “Musica Sacra” statt. Verschiedene Ensembles und Solisten musizieren an 5 Stationen in Konzerten, Messen und anderen Veranstaltungen.
Das Festival wird am 12. September um 18 Uhr mit W.A. Mozarts’s faszinierend ausdrucksstarkem Requiem und seiner relativ unbekannten „Vesperae solemnes de Confessore“ eröffnet. Zwischen diese beiden Werke wird auch eine Uraufführung von Franz Thürauer eingebettet sein. Deren Text aus dem Alten Testament: „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten“ ist mit seinen Worten erschütternd und brennend aktuell! Im Dom zu St. Pölten musizieren die cappella nova Graz, die Domkantorei St. Pölten, das L’Orfeo Barockorchester mit herausragenden, renommierten Solisten unter der Gesamtleitung von Otto Kargl.
Im zweiten Konzert, am 19. September um 16.30 Uhr in der Stiftskirche Lilienfeld, werden Werke von Josquin Desprez präsentiert. Er war einer der herausragendsten Musiker der Renaissance und ihm zu Ehren wird ein Konzertprogramm mit erlesensten vierstimmigen Stücken des Meisters: Motetten, Psalmvertonungen sowie Auszüge aus der Missa ‚Ave Maris Stella’ aufgeführt. Den Kontrapunkt bildet ein vom Festival Musica Sacra in Auftrag gegebenes Stück des österreichischen Komponisten Thomas Daniel Schlee, welches das hochkarätige Vokalensemble “L’ultima parola” gemeinsam singen wird. Ein Miteinander von Klangschönheit und Intonation sowie Wortdeutlichkeit und Textverständnis sind die oberste Priorität der Sänger. Das Ensemble musiziert ohne Dirigat, der Tactus ergibt sich aus dem gemeinsamen Atem, dem gemeinsam erarbeiteten Verständnis der Musik sowie dem Reagieren aufeinander.
Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor stellen den dritten Konzerttermin am 26. September um 18 Uhr im Dom zu St. Pölten, ganz unter das Zeichen des großen Komponisten Heinrich Schütz. Dazu einführende Worte des Ensembleleiters: “Im Werk von Schütz gibt es die ganze Welt zu entdecken, Malerei und Musik rücken auf engem Raum zusammen, man lernt gewissermaßen mit den Ohren zu sehen. Was Klangfarben, Ausdrucksintensität und kompositorische Qualität angeht, ist das einzigartig. Ich empfinde große Dankbarkeit, dass wir es geschafft haben, dieses große Projekt zu bewältigen. Und ich fühle mich – das wird sicher auch allen Musikern so gehen – enorm bereichert, denn die Musik von Schütz tut Körper, Geist und Seele gut und ist von allergrößter Meisterschaft.“
Aussenderin / Infos: Doris Weiß, Verein zur Veranstaltung Internationaler Kirchenmusiktage in NÖ, Prandtauerstraße 2, 3100 St. Pölten, Tel 02742/333-2601, doris.weiss@st-poelten.gv.at , www.festival-musica-sacra.at