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„Reiserouten. Unterwegs, um frei zu sein?“ ist Leitthema der 13. Europäischen Literaturtage +++ Eröffnung am Donnerstagabend mit Cathrin Kahlweit und ihrem Gast Najem Wali +++ Lesungen, Gespräche, Konzerte und Ausstellungen u. a. mit Christoph Ransmayr, Felicitas Hoppe, Erik Fosnes Hansen, Peter Frankopan, Elisa Shua Dusapin, Johny Pitts und Erika Fatland +++ Als Abschluss der Literaturtage wird in einer feierlichen Matinee der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2021 an Navid Kermani verliehen.
Der Lockdown hat die Sehnsucht der Menschen nach der Ferne und dem Fremden mehr als deutlich gemacht. Doch bei aller Faszination für das Reisen sind zuletzt auch kritische Fragen lauter geworden, wie zum Beispiel nach der Durchlässigkeit von Grenzen: Steht der Wunsch des Menschen, unbehindert reisen zu können, für dessen Bedürfnis nach grenzenloser Freiheit? Was symbolisieren historisch gewachsene Reiserouten wie die Seidenstraße, die Balkanroute und die Route 66 und mit welchen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Gegenwart verbinden wir sie? Und wie kommt es, dass Reiserouten immer noch mit männlicher Entdeckerlust assoziiert werden? Diesen und vielen weiteren Themen gehen die diesjährigen Europäischen Literaturtage nach, die vom 18. bis 21. November 2021 in Krems an der Donau stattfinden. Die teilnehmenden internationalen Schriftsteller*innen und Literaturinteressierte blicken dabei ganz unterschiedlich auf das Leitthema „Reiserouten. Unterwegs, um frei zu sein?“:
Bei der traditionellen Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend (18.11.) im Klangraum Krems Minoritenkirche hält Najem Wali einen Eröffnungsvortrag über die Balkanrouten und diskutiert anschließend mit Cathrin Kahlweit. Danach spricht der britische Historiker Peter Frankopan über die Seidenstraße und eine mögliche neue Weltordnung. Am Freitag und Samstag (19.+20.11.) folgen untertags Gesprächsrunden und Lesungen u. a. mit Kapka Kassabova und Erika Fatland, Priya Basil und Johny Pitts, Patricia Portela und Mathijs Deen, Elisa Shua Dusapin und Lana Bastašić. In zwei Plenumsgesprächen werden die Thesen des Eröffnungsabends und das Leitmotiv zusätzlich vertieft (u. a. mit Andrea Marcolongo, Najem Wali und Karin Fleischanderl).
Abends laden Katja Gasser und Veronika Trubel zu Soireen u. a. mit Felicitas Hoppe, Christoph Ransmayr und Erik Fosnes Hansen ein, die von Musik und Kunstausstellungen begleitet werden. Als Abschluss der Europäischen Literaturtage wird in einer Sonntagsmatinee (21.11.) der diesjährige Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln an Navid Kermani verliehen.
Kermani lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für seine Romane, Essays und Reportagen (drunter „Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan“, „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“) erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Wie in der Vergangenheit begleiten Ausstellungen, Konzerte, Schulvermittlungsprogramme und heuer auch ein Heurigenbesuch das literarische Programm der Europäischen Literaturtage. Die tägliche Berichterstattung findet im Blog von Viktoria Strobl und Irene Zanol auf der Website (www.literaturhauseuropa.eu) und anschließend auf Okto.TV statt. Zudem stellt Beat Mazenauer ausgesuchte Bücher in dem Format 3 Minuten Buchbesprechungen vor.
Aussenderin / Pressekontakt: Barbara Pluch, NÖ Festival und Kino GmbH, Minoritenplatz 4, 3500 Krems; barbara.pluch@noe-festival.at ; Tel 0664/604 99 322