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Veranstaltungen und Festivals

„Urbanität und idyllische Landschaft – Kurstädte als eigener Stadttyp“

Vortrag 10. November, 19 Uhr, Rollettmuseum Baden

Rollettmuseum Baden, Weikersdorfer Platz 1, 2500 Baden

Vortrag von Ao. Univ.Prof. Dr. Martin Scheutz:
Kurstädte sind in der Vergangenheit und Gegenwart von unüberbrückbaren Gegensätzen geprägt: anmutende Promenadenwege und Aussichtswarten stehen neben zweckmäßigen Badeanlagen und modernen Kurhäusern. Idylle auf der einen Seite, Funktionalität auf der anderen. In seinem Vortrag versucht Martin Scheutz, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien, die Ambivalenzen in einer historischen Sichtweise auszuloten. Und natürlich ist Baden ein perfektes Beispiel für dieses Tauziehen zwischen Kurtradition und Moderne.

Kurstädte – Orte der Interaktion
Das entsagungsvolle Fasten der Kuranstalten wird häufig vom üppigen Angebot der Gaststätten und Kurkonditoreien unterlaufen. Dem Ruhebedürfnis der weiblichen und männlichen Kurgäste stehen die Kurtheater, die Casinos, die Pferderennbahnen und die Kurkapellen gegenüber. Die medizinische Betreuung steht neben dem sozialen Erlebnis einer verwöhnten „Freizeitkultur“.

Kurorte waren und sind Begegnungsorte verschiedener Schichten und Menschen: Im 18. Jahrhundert trafen sich im Geiste der „Brunnenfreiheit“ Adelige mit Bürgern und Armen. Gelehrte, Musiker und Schriftsteller lernten dort Bankiers und Fürsten kennen; Katholiken und Protestanten diskutierten mit Juden und russisch-orthodoxen Kurgästen in Kurstädten; Heiraten wurden mit den Kurlisten in der Hand angebahnt – Kurstädte sind und waren Orte der Interaktion.

Eintritt: € 7,-
Reservierung ist wegen begrenzter Teilnehmerzahl erforderlich! Tel 02252/86 800-580 oder museum@baden.gv.at . Bitte beachten Sie die 3G Regel und die FFP2 Maskenpflicht.

Aussender: Abteilung Museen Baden, museum@baden.gv.at

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