Wir dürfen wieder. Zusammenkommen und gemeinsam Musik erleben. Eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Dort, wo sie verkannt wird, entsteht ein Vakuum. Die Abwesenheit dieses sinnlich-kreativen Diskurses über unser Leben kann in eine Leere führen. Ein hochpolitischer Raum – vor, während und nach Schubert. In diesem Sinne: Come together, join the concert. Um einen sonnigen kalifornischen Wahlslogan zu zitieren. Herzlich willkommen, Ihr Thomas Bieber
Sonntag, 8. Mai 2022, 18 Uhr, Kristallsaal Schloss Rothschild
IM ABENDROT
Katharina Konradi – Sopran, Ammiel Bushakevitz – Klavier
Die kirgisisch-deutsche Sopranisten Katharina Konradi und ihr israelisch-südafrikanischer Klavierbegleiter Ammiel Bushakevitz gestalten einen europäischen Schubert-Abend. Das Besondere daran: Ammiel Bushakevitz spielt Klavier und Gitarre.
Das entführt das Publikum in die wunderbare Atmosphäre einer Schubertiade, wo über die feinen Künste die Welt verhandelt wurde, das Klavier aus den Salons klingt und die Gitarre mit Konradis Stimme auf Wanderschaft geht.
Dienstag, 17. Mai 2022, 19.30 Uhr, Kristallsaal Schloss Rothschild
Thomas Gansch – Trompete, Gesang, Wolfgang Muthspiel – Gitarre, Gesang
Die beiden österreichischen Ausnahmejazzer Thomas Gansch und Wolfgang Muthspiel spielen sich von Ornette Coleman bis Lennon/McCartney.
Ein von bis, das sich unter dem Titel „Come Together“ bestens beschreiben lässt, wobei die politische Komponente dieses Liedes dem Feinspitz in die Ohren singt. Lieder ohne viel der Worte, interpretiert von zwei begnadeten Sängern. Das Zusammenspiel der beiden ist der Verhandlungsort. Gewürzt mit austrophiler Musikalität, treffendem Humor und einem einzigartigen Gespür für die DNA der einzelnen Standards.
Werke von John Leslie »Wes« Montgomery, John Lennon, Paul McCartney, Wolfgang Muthspiel, Paul Desmond, Thomas Gansch, Kurt Weill u.a.
Sonntag, 29. Mai 2022, 18 Uhr, Kristallsaal Schloss Rothschild
GIANT STEPS
Camille Bertault – Voice, David Helbock – Piano, Electronics
Dieses Temperament, diese Stimme, dieses Feeling, dieser Schalk, diese Vielfalt – einfach hinreißend ist die französische Jazz-Sängerin Camille Bertault. Die 35jährige gilt als eine der größten europäischen Gesangsentdeckungen der letzten Jahrzehnte.Le Figaro nennt sie „ein unerhörtes Talent“.
Berühmt wurde sie mit halsbrecherisch-virtuosen Vokal-Versionen vertrackter Bebop Standards. Heute sieht sie sich viel mehr als musikalische Geschichtenerzählerin, ganz besonders mit ihren raffinierten Eigenkompositionen, in denen Einflüsse aus modernem Jazz, brasilianischer Musik und französischem Chanson verschwimmen. Ihre Verbindung zum Piano, und damit auch mit ihrem Duopartner David Helbock ist eine ganz besondere – schließlich begann sie ihre Karriere als preisgekrönte, klassische Pianistin. Und die beiden verbindet eine besondere Liebe zur brasilianischen Musik, besonders der von Pianist Hermeto Pascoal. David Helbock wiederum ist wie Camille Bertault ein Meister des Storytellings in der Musik. Für die Süddeutsche Zeitung gehört der aus Österreich stammende Wahl-Berliner „zu der Generation junger Jazzmusiker, die gerade die Grenzen ihres Metiers sprengen“, die das musikalische Verständnis von alt und neu, von Komposition und Improvisation, von Stil und Persönlichkeit radikal verändern und ihren eigenen Weg gehen. Erstmals im Duo traten Bertault und Helbock Anfang August 2021 beim österreichischen „Inntöne Festival“ auf, und die Verbindung zündete augenblicklich, sowohl auf, als auch vor der Bühne. Das erste gemeinsame Duoalbum erscheint im Mai 2022 auf ACT.
www.klangraumwaidhofen.at
Aussender: Thomas Bieber, thomas.bieber@klangraeume.at