17., 20., 25. Mai 2022, 19.30 Uhr | 22., 29. Mai 2022, 18 Uhr
Zum Stück: „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“ wurde am 6. Oktober 1936 unter dem Pseudonym Walter West in dem Kellertheater "Literatur am Naschmarkt" uraufgeführt.
In der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise der Dreißigerjahre gibt Edi Lechner der elektrischen Schuhfabrikationsmaschine "Pepi" die Schuld an seiner Arbeitslosigkeit. Als dieser Elektromotor „Pepi“ aber auftaucht, stellt sich heraus, dass auch er bereits einer moderneren Maschine Platz machen musste.
Pepi, Edi und dessen Freundin Fritzi machen sich nun auf eine heiter-satirische Zeitreise in die Vergangenheit, um den wahren Schuldigen zu finden und begegnen dabei Galvani, Galileo Galilei, Kolumbus und Johannes Gutenberg, bis sie schließlich im Himmel landen, wo gerade der Mensch erfunden werden soll. Lassen sich Fortschritt und Arbeitslosigkeit wirklich nur verhindern, wenn auf die Spezies Mensch verzichtet wird?
Zum Autor: Jura Soyfer wurde am 8. Dezember 1912 in Charkow geboren und musste vor den Bolschewiken mit seiner Familie nach Österreich flüchten. Jura ging in Erdberg zur Schule und maturierte 1931 am Gymnasium in der Hagenmüllergasse. Ab 1935 arbeitete Jura Soyfer für die Kleinkunstszene, vor allem als Hausautor für das Kabarett „ABC“ (Dort verdienten sich auch Cissy Kraner und Josef Meinrad ihre ersten Sporen.), wo fast alle seiner Stücke zur Uraufführung kamen. (Nur „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“ wurde 1936 in der „Literatur am Naschmarkt“ uraufgeführt.) Er starb im KZ Buchenwald an Typhus am 16. 2. 1939.
Seine Theaterstücke (u.a. 1936 – „Der Weltuntergang“, „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“, 1937 – „Die Botschaft von Astoria“) vereinen die Tradition des Wiener Volksstücks mit der Sprachkunst von Karl Kraus.
Es spielen: Elisabeth Datler, Sonja Deimling, Birgit Höllrigl-Kases, Willi Kainz, Johann Kargl, Roland Kases, Eva Liebhart, Helga Reiter, Inge Rosenauer, Adele Schaden, Franz Wieczorek
Am Akkordeon: Franz Wieczorek | Kostüme/Ausstattung: Adele Schaden
Licht- und Tontechnik: Gottfried Eggenhofer | Regie: Ewald Polacek
Eintritt: 19,- Euro
Für Pensionisten am Sonntag, 22. und 29. Mai 2022 nur 17,- Euro
AK-Niederösterreich sowie ÖGB-Mitglieder erhalten gegen Vorlage Ihrer AK-Service-Karte bzw. ÖGB-Mitgliedskarte 5 Euro Rabatt auf eine Eintrittskarte (vom Vollpreis).
Wegen der streng begrenzten Zuschauerzahl sind Platzreservierungen unbedingt notwendig: unter www.tam.at , theater@tam.at , Tel 02842/52 955
Aussender: TAM - Theater an der Mauer, theater@tam.at , 3830 Waidhofen/Thaya, Wiener Straße 9, www.tam.at