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Veranstaltungen und Festivals

Kunst in der Landschaft XIII: „mehr oder weniger"

Eröffnung 25. Juni, 18 Uhr, Galerie Gut Gasteil in Prigglitz

Der freie Ausdruck und das Zusammenspiel von Zufall und bewusster Lenkung bilden bei der 2. Saisonausstellung am Gut Gasteil eine formale Gemeinsamkeit der gezeigten Werke. Vom 25. Juni bis 21. August laden die Bildhauerin Charlotte Seidl und ihr Team in diese besondere Begegnungsstätte für Künstler und Kunstinteressierte im südlichen Niederösterreich zur Erforschung der Bilder von Franco Kappl und Astrid Esslinger: Vielschichtige geometrisch-dynamische Linien auf schwarzen und weißen Flächen stehen den mit wenigen Strichen prägnant skizzierten Figuren in offenen oder nur angedeuteten Räumen gegenüber. Bei der Eröffnung am 25. Juni um 18.00 Uhr spricht die Kunsthistorikerin und Kuratorin Maria C. Holter und die Künstler sind anwesend. Das Areal der Kunst in der Landschaft auf dem 16 Hektar großen Wiesengrund kann jederzeit auf den gemähten Wegen nach eigenem Belieben und mit geeignetem Schuhwerk erkundet werden.

Franco Kappl - Malerei
Ein hohes Maß an Abstraktion bei gleichzeitiger Reduktion von Farbe und Form auf einer oft ausufernden Formatgröße - für den 1962 in Klagenfurt geborenen Franco Kappl ist die Malerei in ihrem Entstehungsprozess auch ein Weg auf der Suche nach der Freiheit. Am Ergebnis kann der Betrachter an dieser Suche anknüpfen, sich immer wieder von möglicherweise bedeutungsvollen Titeln leiten lassen oder sich einfach der Bildspannung und seiner eigenen Suche hingeben. Die Bildgestaltung erfolgt bei Franco Kappl, der an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Arnulf Rainer studierte, aus der freien Assoziation mit dem Leitgedanken der höchstmöglichen Spontaneität. Dominierend in seinen Bildern sind ein tiefes sattes Schwarz und ein facettenreiches Weiß. Im ersten Schritt erfolgt der weiße Acrylfarbauftrag auf die durchwegs großen bis sehr großen Formate, großzügig geschüttet und gestrichen mit Bürsten, Besen oder Schaumstoffschwämmen auf die Leinwand, die zwischendurch aufgestellt wird und so der Farbe ihren fließenden Verlauf lässt. Die Formen und Strukturen, die hier entstehen, stellen den Anknüpfungspunkt dafür dar, was sichtbar bleibt und was mit schwarzer Acrylfarbe zugedeckt wird. Ein Vorgang, der sich in Variationen wiederholen kann, Schicht auf Schicht, und der immer wieder die Richtung des Prozesses und die Ausrichtung des Bildes ändern kann. Breite Pinselstriche, die je nach Farbmenge undurchdringlich deckend oder wie ein zarter Nebelschleier die zuvor gemalte Schicht überziehen. Die Formen, die solcherart entstehen, sind oft klar begrenzt, wie Ausschnitte geometrischer Figuren, und auch zart mit Linien gezeichnet in graphischer Eleganz, oft maximal reduziert auf wenige, rhythmisch schwingende Striche in variierender Breite und leuchtendem Farbakzent im opulenten Schwarz. Bei näheren Hinsehen gibt es vielleicht noch einen Einblick in den dahinter liegenden Schaffensprozess und der lockt in die Tiefe des Bildes und der eigenen Imagination. Manche der Bilder erhalten Titel, die jedoch erst im Nachhinein vergeben werden und mit einer Nummerierung auch eine Werkserie andeuten, in der bestimmte Formen oder Ideen in unterschiedlicher Weise bearbeitet werden.

Astrid Esslinger - Malerei
Für die Malerin Astrid Esslinger ist die Kunst eines der letzten Felder, das ungestraft Freiheiten erlaubt. Nicht zuletzt deshalb lässt sie in ihrem Arbeitsprozess dem Zufall und dem spontanen Geschehen großzügig Raum. So spielt sich das in groben Pinselstrichen gemalte figurale Bildgeschehen oft in einem abstrakten oder nur angedeuteten Umfeld ab, zeigt Ausschnitte eines offenbar weiterreichenden Zusammenhangs - und gibt so den Betrachtenden die Freiheit zur eigenen Interpretation. Eine unbeschwerte Herangehensweise an das kreative Arbeiten und damit die Freiheit des Ausdrucks ist die Grundeinstellung, der auch der Arbeitsprozess folgt: Im ersten Schritt erfolgen die Pinselstriche auf die Leinwände absichtslos, geleitet von der Handbewegung, bis sich eine Form, eine Figur, ein Gegenstand abzuzeichnen beginnt. Diesen Entdeckungen geht sie nach, arbeitet ikonographisch oder schemenhaft Figuren heraus, lässt sich dann wieder treiben, um neue Wendungen anzunehmen. Die eigene Erfahrungswelt und intensive Erlebnisse sind Ausgangspunkte für die thematischen Eckpunkte ihrer Bilder: Die Rolle der Frau in der Gesellschaft und in Beziehungen, unser Verhältnis zur Natur oder die Unbezähmbarkeit des Wassers. Es geht dabei immer um die Freiheit, die Wildheit und Spontaneität, aber auch um die Möglichkeit, zu wählen und einen Weg zu finden, sich mit dem Gegenüber und mit seinen eigenen Gefühlen und Ängsten auseinanderzusetzen und damit umzugehen. Und doch sind es immer nur Teilaspekte, weil auch die menschliche Wahrnehmung selektiv ist und selbst die gemeinsame Erinnerung ganz unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund stellt. Diese intellektuellen Überlegungen finden in den Bildtiteln als letztem Arbeitsschritt Ausdruck, der wiederum dem Betrachter eine Möglichkeit vorgibt, aber auch viele eigene Sichtweisen offen lässt. Die Kommunikation kann stattfinden.

Biobuffet
Das Biobuffet bietet kleine Speisen vorwiegend von regionalen Betrieben, Biokaffee und Kuchen.

Kunst in der Landschaft XIII: "mehr oder weniger"
2. Saisonausstellung 2022 | Franco Kappl und Astrid Esslinger

25. Juni - 21. August 2022, Sa, So und Feiertag 10 – 18 Uhr
Eröffnung: 25. Juni 2022, 18 Uhr

Gut Gasteil Charlotte und Johannes Seidl, Gasteil 1A, 2640 Prigglitz
Tel 02662/456 33, seidl@gutgasteil.at , www.gutgasteil.at

Aussenderin / Pressebetreuung: Verena Kienast, verenakienast20@gmail.com

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