Das Schloss Orth wird in diesem Jahr anlässlich der Landesausstellung in Marchegg aus baugeschichtlicher Perspektive beleuchtet. Nach umfangreicher Restaurierung ist eine Renaissance-Wendeltreppe des Schlosses ab Mitte Juli erstmals wieder zugänglich. Dazu passend auch die diesjährige Ausstellung von Karl-Heinz Klopf, dessen Interesse seit langem auf gebaute und von Menschen genutzte Strukturen ausgerichtet ist. Im Turmzimmer, das für die Ausstellungsreihe verwendet wird, steht nicht der Raum als architekturhistorischer Körper im Zentrum, sondern die Auf- bzw. Abgänge und die dazugehörigen Geländer. Eine Videoarbeit greift auf einer weiteren Ebene die Ambivalenz von Vorhandenem und gleichzeitig Unsichtbarem auf. Sie zeigt Aufnahmen von einem Drohnenflug durch den über dem Turmzimmer befindlichen Dachboden – ein seit vielen Jahren nicht betretener Raum, der für Besucher*innen unzugänglich ist.
Karl-Heinz Klopf, dessen künstlerische Praxis auf unterschiedlichste Weise sensibel wie vielschichtig auf unsere gebaute Lebenswelt reagiert, lädt mit „Eine Stufe mehr“ dazu ein, das „Unbedeutende“ als Antrieb für allgemeine Fragestellungen hinsichtlich unseres Umgangs mit und unserer Wahrnehmung von Architektur zu verwenden – historisch, gegenwärtig, zukünftig, materiell wie konzeptuell.
Weitere Informationen unter: www.koernoe.at
Öffnungszeiten: täglich von 9 – 18 Uhr
Aussenderin: Mag. Hilde Fuchs, museumORTH, www.museum-orth.at , Schlossplatz 1, 2304 Orth an der Donau