Di, 13.12. (dF) | Mi, 14.12. (dF) | 19.30 Uhr | yellow
Der Dieb des Lichts
Drama, Drehbuch u. Regie: Aktam Arym Kubat, FR/KG/DE/NL, 2010, 76 min.
Der Dieb des Lichts ist der 3. Spielfilm des kirgisischen Regisseurs Aktam Arym Kubat und wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet; er war auch der offizielle Kandidat Kirgisistans für die Oscarnominierungen 2011.
Der Elektriker Svet-Ake (dargestellt vom Regisseur) gehört zu den wichtigsten Männern in seinem Dorf, denn er kümmert sich nicht nur um die Stromversorgung, sondern auch um die Sorgen und Nöte der Bewohner. Passenderweise rufen ihn seine Schützlinge deswegen nur noch „Herr Licht“ (Svet-Ake). Besonders plagt sich das lebenslustige Völkchen aber nicht mit Herzschmerzen, sondern mit den ständig steigenden Strompreisen herum. Svet-Ake träumt daher von einem gewaltigen Windpark, der es der Gemeinde ermöglichen würde, Energie selbst zu erzeugen und somit autark zu leben. Allerdings bräuchte man dazu die Genehmigung des Bürgermeisters, und der hat ungünstigerweise freundschaftliche Beziehungen zur Großindustrie ...
Der Regisseur leistet mit seinem Film tatsächliche Überzeugungsarbeit, indem er den Zuschauer für seine Figuren und deren Lebensgestaltung einzunehmen weiß und den Traditionalismus seiner Heimat als bewahrenswerte Alternative zum westlichen Fortschrittswahn ausweist. So ist der Dieb des Lichts ein überzeugendes Plädoyer gegen eine als Fortschritt getarnte Verwestlichung der Welt.
Die Doppelrolle Aktan Arym Kubats als Regisseur und Hauptdarsteller kommt der Produktion sehr zugute: Harmonisch ergänzen sich die ruhig erzählte Geschichte und das natürliche Spiel Kubats, so dass die implizite Globalisierungskritik nie aufgesetzt wirkt. Svet-Ake ist als Figur zudem so sympathisch gezeichnet, dass sie den Zuschauer ohnehin schnell und vorbehaltlos in ihren Bann zieht.
Die Doppelrolle Aktan Arym Kubats als Regisseur und Hauptdarsteller kommt der Produktion sehr zugute: Harmonisch ergänzen sich die ruhig erzählte Geschichte und das natürliche Spiel Kubats, so dass die implizite Globalisierungskritik nie aufgesetzt wirkt. Svet-Ake ist als Figur zudem so sympathisch gezeichnet, dass sie den Zuschauer ohnehin schnell und vorbehaltlos in ihren Bann zieht.
Aussender / Infos: Perspektive Kino Amstetten, Gerhard Steinkellner, Obmann, newsletter@perspektivekino.at , www.perspektivekino.at , www.instagram.com/perspektivekinoamstetten , www.facebook.com/PerspektiveKino