recreate 2022 – ein Dreamvial
Jägerfabrik Weitra, Wilhelm-Szabo-Straße 230, 3970 Weitra
Jakob Brossmann und Friedrich von Borries - FILM
Folgenlos leben, um die Welt zu retten?
Friedrich von Borries‘ Gedankenmodell inszeniert als Film im Film im Film.
Profitgier zerstört unsere Welt. Kann Kunst hier eingreifen oder sind Künstler lediglich die Hofnarren des Kapitalismus? Und lässt sich die Welt durch ein ökologisch folgenloses Leben retten? Es wird diskutiert. Vor und hinter der Kamera und weit darüber hinaus...
Ein Film über die Aufgabe der Kunst in Zeiten der ökologischen Katastrophe von Jakob Brossmann & Friedrich von Borries mit Albert Meisl, Katharina Meves, Ahmed Soura, Tadzio Müller, Antje Stahl und Milo Rau.
Ein Film über die Macht der Kunst, uns Wege aus der Klimakatastrophe aufzuzeigen. Das war der Plan. Doch am Set entwickeln sich die Dinge anders. Schauspieler*innen, Protagonist*innen und Filmemacher konfrontieren sich mit ihren Wünschen und Ängsten, mit Revolution, Selbstbetrug und den ökologischen Folgen des eigenen Handelns.
Zweifel kreisen um den Vorwurf der Folgenlosigkeit. Dabei entpuppt sich die utopische „Kunst der Folgenlosigkeit“ als ein Leben, das anderen keinen Schaden zufügt: ein unmögliches, aber erstrebenswertes Ideal.
Fiktionale Zuspitzung trifft auf dokumentarische Reflexion und zelebriert die Schönheit des Scheiterns und den Abschied vom Erfolg.
Ein Aspekt zieht sich wie ein roter Faden durch alle Felder unserer Gesellschaften. Wirtschaft, Politik, Kunst – ja selbst ökologische Kämpfe. Sie alle waren von einer Erfolgsvorstellung geprägt. Es geht darum Folgen zu zeitigen, etwas zu hinterlassen, sich in die Geschichte unseres Planeten einzuschreiben. Was jedoch, wenn diese Mentalität, diese Welthaltung Teil des Problems ist? Was, wenn dieser Kampf um Erfolg, Selbstverwirklichung und Selbstverewigung eine Mitschuld an der Umweltzerstörung hat, oder gar ursächlich unser Klima zerstört? Könnte es sein, dass wir dafür blind geworden sind, weil für uns der Kampf um Reichweite und Erfolg zum integralen Bestandteil unserer „Weltverbesserungsversuche“ geworden ist? Betreiben wir eigentlich „Greenwashing“ mit uns selbst? Leben wir eine Lüge?
In DIE KUNST DER FOLGENLOSIGKEIT werfen wir diese Fragen auf – und wir stellen uns ihnen auch selbst. Letzten Endes stehen wir alle vor einer großen Herausforderung: haben wir den Mut, weniger zu tun? Schaffen wir es, der Idee des Films zu folgen und reduzieren uns in unserem eigenen künstlerischen Schaffen? Oder ist am Schluss alles ein selbstreferentielles Glasperlenspiel?
Diese Ideen und Fragen waren eine Herausforderung für alle Involvierten. Insbesondere wir selbst sahen uns als Filmemacher und Autoren, aber auch als Menschen, gefordert – sowohl intellektuell als auch emotional. „Folgenlosigkeit“ ist ein beängstigender Vorwurf, zugleich könnte es das dringend notwendige mutige Ideal einer neuen Zeit sein: eine wertvolle persönliche und kulturelle Einsicht die den Planeten für künftige Generationen erhält.
Eintritt:
10. Dezember: Folgenlosigkeit - Estis/GuGabriel/Schickhofer und Film: € 22,- | € 17,-
10. Dezember, 21.45 Uhr: Film "Die Kunst der Folgenlosigkeit" € 9,-
Kartenreservierung: karten@recreate.at
Aussender / Infos: recreate St. Margareta e.V., Johannes Wohlgenannt Zincke, 3920 Groß Gerungs, Kirchenplatz 41, Tel 0664/873 70 65, office@recreate.at , www.recreate.at