Die wellenklænge, Lunz am See wurden 1997 von Suzie Heger gegründet. Suzie Heger ist in Lunz am See aufgewachsen, in tiefer Verbundenheit mit der Natur und der Liebe zu Kunst und Kultur. Der zeitgenössischen Kunst sollte das Festival dienen, mit dem musikalischen Programm als Zentrum; Tanz, Theater, Zirkus und bildende Kunst - jede künstlerische Ausdrucksform sollte in Lunz möglich sein, spartenübergreifend und von höchster Qualität. Das Herzstück des Festivals bildet bis heute die preisgekrönte Seebühne von Hans Kupelwieser, die 2004 von den wellenklængen konzipiert und von der Gemeinde Lunz errichtet wurde. Mit der Saison 2018 übergab Suzie Heger die Intendanz an das Musikerpaar Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer. Mit der neuen Intendanz bekommt das Festival ein neues Erscheinungsbild und insgesamt ein neues und jüngeres Team, die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich jedoch weiterhin an der offenen und aufgeschlossenen Programmierung der wellenklænge Gründerin Suzie Heger. AUSZEICHNUNGEN NÖ Maecenas, Seebühne, 2004 NÖ Kulturpreis, Kulturinitiativen, 2013 Outstanding Artist Award, 2014 Österreichischer Kunstpreis, 2017
Über das heurige Thema Wut & Wandel:
Wir alle kennen dieses Gefühl: Sie steigt in uns hoch wie eine Hitzewelle, wie eine innere Naturgewalt – die Rede ist von der Wut. Und wir strengen uns an, damit sie uns nicht überwältigt, denn beliebt ist sie nicht. Oft fristet sie ein Dasein im Schatten ihrer großen Schwester, der Anpassung.
Aber brauchen wir die Wut nicht hin und wieder, um uns überhaupt bemerkbar zu machen? Ist sie in vielen Fällen nicht mehr als angebracht?
Wir sind der Meinung: Ja! Manchmal brauchen wir sie und sie ist genau die richtige Emotion. Denn die Wut ist ein Ort, an dem sich Ungerechtigkeiten transformieren, an die Oberfläche kommen und wandeln können. Sie ist ein Indikator dafür, dass etwas nicht im Lot ist, dass etwas gesagt werden muss, was zu lange nicht gehört wurde. Die Wut ist eine oft missverstandene Emotion, sie ist nicht aggressiv, sondern höchst verletzlich. In dieser Verletzlichkeit liegt ihr konstruktiver Aspekt. Die Wut hilft Menschen, die sich unfreiwillig am Rande unserer Gesellschaft befinden, ihre Stimme zu erheben. Sie gibt ihnen Kraft, für ihre Rechte zu kämpfen, erzählt ihre Geschichten und gibt ihnen den Raum, der ihnen zusteht.
Wir brauchen diese Wut, damit sich Dinge verändern. Denn seien wir uns ehrlich: Wenn es nicht unbedingt sein muss, stellen wir uns nicht möglichen Widerständen, sondern wählen den leichteren Weg. Jenen Weg, den wir kennen und bei dem wir nicht besonders oft nach links oder rechts schauen müssen. Die Frage ist jedoch: Finden wir nicht gerade abseits der ausgetretenen Pfade die allerschönsten Blumen?
Programmübersicht
Aussenderin / Rückfragehinweis: Sabine Kronowetter, wellenklaenge, pr@kronowetter.at