Der letzte Tag des Festivals bietet THEATER IM WIRTSHAUSSAAL, SIGRID HORN UND DAS NEST und BERNHARD MURG&STEFANO BERNARDIN. Einlass 17 Uhr | Beginn 18 Uhr
18 Uhr: THEATER IM WIRTSHAUSSAAL liest H.C. Artmann
„glaubt’s i bin ar oasch med uan“
Villon gedichtet von Artmann, gelesen von Erich „Schludi“ Müllebner und Robert Waditschatka, am Klavier Alexander Blach. Dieser gebildete „oasch med uan“ führte ein Leben als Schläger und Einbrecher und schrieb Balladen von poetischer Kraft und Schönheit über das eigene, wenig heroische, wenig romantische Leben im „Rinnsäu“, ebenso wie Satire und Spott auf die Obrigkeit. Nach etlichen Gefängnisaufenthalten und drohendem Galgen verliert sich seine Spur 1463 im Dunkel der Geschichte. Die Sprachkraft und Ausdrucksstärke der mittelalterlichen Balladen Francois Villons ist in der Übertragung H.C.Artmanns in den Wiener Dialekt zugänglicher als jede hochdeutsche Übersetzung. Im gesprochenen Wort, im Idiom wird die Welt des Francois Villon fühlbar, erlebbar, „der Schmäh rennt“ zwischen H.C. und Francois. Die alte und neue Musik von Alexander Blach spannt ihren eigenen Schwung durch die Zeit dazu
19 Uhr: SIGRID HORN UND DAS NEST
Sigrid Horns drittes Album ist ein düster-liebevoller Dialekt-Liederzyklus mit Streichquartett. Die erdrückende geopolitische Situation im Zusammenspiel mit Isolation, Rückzug aufs Private durch die Geburt ihres Kindes sind das Biotop, in dem diese Lieder gewachsen sind. Über allem steht die Hoffnung, das Überkommen, das Überstehen. „Wenn Sigrid Horn Klavier spielt, dann streichelt oder donnert sie, ihre Ukulele wiederum klingt manchmal spindelig, dann wieder frenetisch aber nie niedlich.“ (Robert Rotifer) Begleitet wird sie erstmals vom unüblich besetzten Streichquartett “das Nest”: Stefanie Kropfreiter, Marlene Herbst (Bratschen), Ulla Obereigner (Geige) und Anna Aigner (Cello) bilden das wohlige Nest, in das sich Sigrid Horn zurückziehen kann und sich vulnerabler als je zuvor zeigt. Die Arrangements kommen von Felipe Scolfaro Crema, der an der Bruckner Uni Komposition und Jazz-Klavier studiert hat und sonst als Live-Musiker und Produzent umtriebig ist.
20.30 Uhr: BERNHARD MURG&STEFANO BERNARDIN: Bis einer weint…
In ihrem ersten gemeinsamen Programm schenken sich Murg und Bernardin nichts, dem Publikum aber ein Wiedersehen mit Klassikern und Rarem aus mehr als 100 Jahren Kabarett Simpl. Ein Best of Simpl von Farkas bis Niavarani und retour. bis einer weint! … das Publikum vor Lachen!
Karten für alle Veranstaltungen gibt es auf www.fest-goshart.at oder „analog“ im Ladenraum Wolkersdorf.
Aussender: Kulturinitiative babü Wolkersdorf, Hannes Schwarzenberger, babue.wolkersdorf@babue.com