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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

Egon Schiele Museum zeigt heuer „Egon Schiele. Nackt!“

Selten gezeigte Werke und Verlängerung der Osen-Schau ab 17. Mai

Als Kompetenzzentrum zum Leben und Schaffen des Künstlers richtet das Egon Schiele Museum in Tulln den Fokus auf die Lebensräume Schieles in seinem Geburtsort sowie in den umgebenden Städten, auf die Erforschung seines Lebens und Werks sowie auf wechselnde Präsentationen von Originalwerken. In dieser Saison widmet sich das Museum in seiner Schatzkammer ab heute, Freitag, 17. Mai, einem Kernthema im Schaffen des Jahrhundertkünstlers: In der Ausstellung „Egon Schiele. Nackt!“ sind diesmal elf Zeichnungen, Aquarelle und Gouache-Arbeiten Egon Schieles aus einer bedeutenden Privatsammlung zu sehen. Den Schwerpunkt bilden dabei die Jahre von 1910 bis 1912, wobei zahlreiche der gezeigten Werke im letzten Jahrhundert fast nie zu sehen waren.

Passend dazu – schließlich war die Freundschaft Egon Schieles mit Erwin Osen eine wesentliche Triebfeder zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper – wird die Sonderausstellung „Erwin Osen. Egon Schieles Künstlerfreund“ im ersten Obergeschoß des Museums mit geringen Anpassungen um eine weitere Saison verlängert. Zu sehen sind dabei u. a. die Porträts von Patientinnen und Patienten der „Irrenanstalt“ Steinhof. Unter dem Titel „Erwin Osen. Egon Schieles Künstlerfreund“ ist dazu im Museumsshop eine, von Christian Bauer verfasste Monografie erhältlich.

Weiter zu sehen sind im Schiele Museum fünf audiovisuelle Stationen, die mit Tulln, Klosterneuburg, Neulengbach, Krems, Wien und Mühling wesentliche Stationen von Egon Schieles Leben beleuchten. Dabei sind dank aufgezeichneter Interviews von Alessandra Comini auch die Originalstimmen von Schieles Schwestern Melanie und Gerti sowie seiner Schwägerin Adele Harms zu hören. Überdies kommen auch wichtige Persönlichkeiten wie Elisabeth und Diethard Leopold etc. in Form von Video-Botschaften zu Wort.

Der Reigen der Veranstaltungen startet am Mittwoch, 22. Mai, um 18 Uhr mit dem Kunsthistoriker Patrick Werkner, der unter dem Motto „Nackt und bekleidet“ mit Kurator Christian Bauer über Aspekte der Wiener Moderne spricht. Am Dienstag, 10. September, geht es dann um „Jungsein und sich ausprobieren“, wenn Manuel Rubey und Christian Bauer ab 18 Uhr über Coming of Age als Lebens- und Schaffenshöhepunkt diskutieren.

Ausstellungsdauer: bis 13. Oktober; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Nähere Informationen beim Egon Schiele Museum Tulln unter 02272/64570, e-mail info@schielemuseum.at und www.schielemuseum.at .

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