Studien über Autorität und Familie
Die Gemeinschaft beherrscht das Einzelwesen. Aber das Individuum hat die Chance auf Originalität und kann der Gemeinschaft schöpferische Impulse schenken, sofern es sich Spielraum erobert und ihm ein solcher gelassen wird. Horkheimer, Fromm und Marcuse schrieben den Text in einer Zeit, in der die Spielräume durch autoritäre Bestimmungen zugestellt wurden. Ihr Werk ist vielleicht schon jetzt oder in Bälde wieder brandaktuell.
TERMINE:
Sa, 8. März, 20.15 Uhr: Allgemeiner Teil (Max Horkheimer); 1. Kultur - Prägungen des Individuums durch mächtige kulturelle Stempel. (S. 10-20)
Sa, 22. März, 20.15 Uhr: 2. Autorität - Der Glaube als Bühne der Autorität und Entzauberung durch Aufklärung. (S. 20-33)
Sa, 12. April, 20.15 Uhr: 3. Familie - Ergreifende mütterliche und väterliche Mächte, die Auflösung des Patriachats und das Verdampfen bürgerlicher Werte in der Hitze der Ökonomie. (S. 33-47)
Sa, 26. April, 20.15 Uhr: Sozialpsychologischer Teil (Erich Fromm); Einleitung und 2. Autorität und Über-Ich. (S. 47-53)
Sa, 10. Mai, 20.15 Uhr: 3. Autorität und Verdrängung & 4. Der autoritär-masochistische Charakter. (S. 53-73)
Sa, 24. Mai, 20.15 Uhr: ideengeschichtlicher Teil (Herbert Marcuse); Einleitung und 1. Luther und Calvin. (S. 74-86)
Sa, 7. Juni, 20.15 Uhr: 2. Kant & 3. Hegel. (S. 86-100)
Sa, 21. Juni, 20.15 Uhr: 4. Gegenrevolution und Restauration & 5. Marx & 6. Gegenrevolution und Restauration. (S. 100-121)
Vorkenntnisse als Mensch und eine Prise Strebeethik qualifizieren zur Teilnahme. Anmeldung per Mail an reinhard@philosophischer-praktiker.at erbeten, denn über diesen Weg erhält man dann auch den Zoom-Link und ein pdf-File des Texts. Ein Quereinstieg ist möglich.
Kosten: 10€ pro Abend oder 60€ für die Reihe.
Methoden: Selbstständige Lektüre des Texts in kleinen Portionen. Wir treffen uns im modern gewordenen virtuellen Raum auf Zoom für rund eine Stunde, um gemeinsam nachzusehen, ob das Lesen des Texts unser Leben irgendwie zum Schwingen gebracht hat, beziehungsweise untersuchen das „taube“ Gestein des Unverständigen, ob es nicht doch irgendwie resonant gemacht werden kann und zum Erlebnis eines „Aha“ mutiert.
Aussender: Philosophische Praxis von Reinhard Krenn https://philosophischer-praktiker.at