EINLADUNG ZUR VERNISSAGE UND ZUM BESUCH DER AUSSTELLUNG:
HERMINE KARIGL-WAGENHOFER – AUF LANGE SICHT –
ERÖFFNUNG: 13.03.2025 / 18.30 Uhr
AUSSTELLUNGSDAUER: 13.03. – 12.04.2024
ÖFFNUNGSZEITEN: Do – Fr 13.30 – 17.30, Sa 10.00 – 12.30
ORT: KUNST/WERK, Löwinnenhof* Linzerstraße 16, 3100 St. Pölten
Die Zeiten ändern sich, gerade jetzt, immer! Wir sind gefordert, mit der Zeit zu gehen, nicht stehen zu bleiben! So hat es auch der jugendliche Bob Dylan 1964 eingemahnt, „The Times They Are A-Changing“, die alten Wege zu verlassen, Veränderung nicht zu behindern. Dennoch ist es immer legitim, sich Gedanken darüber zu machen, welchen Änderungen wir zustimmen können, was aber bleiben soll.
Hermine Karigl-Wagenhofer behandelt in ihrer Malerei vordergründig nicht aktuelles Geschehen, erzählt keine Geschichten, liefert nicht Stellungnahmen oder gar Handlungsanweisungen. Es sind vielmehr Versuche, die Ebenen der Beweggründe zu veranschaulichen, nicht die der Taten, der Ereignisse. Ihre Bilder sind gemalte Metaphern für Vielschichtigkeit, oft Widersprüchlichkeit von Motivation, Antrieb, Wunschbildern. Sie sucht das Beständige im Untergrund zum Vorschein zu bringen, mögliche unterschwellige Bewegungen, Überlagerungen zu verzeichnen. Aufbrechende Schalen und transluzente Schichtungen, mäandernde Bänder als Sinnbilder für Wandel und Widerstand.
Der „Schalenmensch“, das früheste Werk in dieser Ausstellung, aus dem Jahr 1987, arbeitet an seinen Hüllen ebenso wie an deren Durchdringung, muss Schutzbedürfnis und Zwischenmenschliches in Einklang bringen. Die „Erde im Fokus“ aus der Grafik-Serie, entstanden seit 2022, scheint alle derzeitigen Weltprobleme in einem Rundspiegel fassen zu wollen, ein beunruhigendes Bild des Chaotischen!
Mit den „Metaphysischen Szenerien“ (ab 2013) öffnen sich Farb-Bildräume, mit der Aufforderung zum Eintauchen mehr denn zum Eintreten, Konturen sind aufgelöst in sich vielfach überlagernden Farbschichten. Transparent-halluzinatorische Räume. Räume außerhalb der Zeit? ZEIT DEHNEN oder Wodurch unsere Gedanken angeregt werden können Malerei gesehen als ein Spiel mit Zeit: Die Zeit anzuhalten kann strenggenommen nicht gelingen. Aber Versuchen, Zeit zu dehnen, Zeit zurück zu drehen, Zeit voranzutreiben, zu sammeln, zu horten, irgendwie zu lagern begegnen wir allenthalben.
Dr. phil. Blanka Schmidt-Felber, Februar 2025
Aussender: St. Pöltner Künstlerbund / Künstler*innenbund (ZVR: 447726967), Linzerstrasse 14, 3100 St. Pölten, KUNST:WERK: Löwinnenhof* – Linzerstraße 16, 3100 St. Pölten, office@stpoeltnerkuenstlerbund.at , www.stpoeltnerkuenstlerbund.at