Regie, Buch u. Kamera: Judith Zdesar, AT, 2025, 90 min., Dokumentation
„Wir werden meist nur bei Einsätzen oder wenn etwas nicht ganz so toll gelaufen ist in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Was es aber mit den Feuerwehrmitgliedern macht, täglich in Alarmbereitschaft zu sein, zu Einsätzen auszurücken, die nicht immer gut und lustig aus-gehen, sieht man selten bis gar nicht.“ (Christian Pfeiffer, Branddirektor, Wr. Neustadt)
Der Beruf der Feuerwehrleute ist nicht einfach, das wissen alle genau. Aber nur wenige wissen wirklich, was es bedeutet, immer in Alarmbereitschaft und auf jede Katastrophe vorbereitet zu sein. Die Kärntner Regisseurin Judith Zdesar gibt mit dieser Dokumentation nicht nur einen umfassenden Einblick in die Realität, sondern schenkt auch der menschlichen Komponente besondere Aufmerksamkeit.
In einer Welt, in der Katastrophen allgegenwärtig sind, hat die Regisseurin die freiwilligen Feuerwehrleute von Wr. Neustadt bei Einsätzen, Übungen und in der Wartezeit dazwischen begleitet. Der Film bietet einen intimen, unverstellten Einblick in eine Welt, die von ständiger Vorbereitung auf den Ernstfall geprägt ist. Dabei stehen nicht unbedingt die spektakulären Bilder der Einsätze im Mittelpunkt, sondern das stille Ringen mit der Unausweichlichkeit von Gefahr, Verlust und Tod. Es wird beleuchtet, wie die Einsatzkräfte mit schwierigen Erfahrungen und ständigen Bedrohungen umgehen; es wird hinterfragt, wie man in einer fragilen Welt Halt findet, wenn das Unerwartete jederzeit eintreten kann.
Judith Zdesar verzichtet auf jede Rhetorik. Ihre Kamera beobachtet still und ehrfürchtig den Alltag der Feuerwehrleute und nimmt uns mit auf eine adrenalingeladene und manchmal auch sehr schmerzhafte Reise.
Der Film wurde bei der Diagonale 2025 uraufgeführt.
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