KIAM GALERIE Amstetten, Wienerstraße 1, 3300 Amstetten
Ausstellungsdauer: 20.3. bis 28.3. (Osterpause) 9.4. bis 18.4.2026
Öffnungszeiten Galerie: Do & Fr 16-18 Uhr und Sa & So 10-12 Uhr
Ausstellung mit Bezug zur Landesausstellung
Eine Gemeinschaftsausstellung der Kunstinitiative Amstetten mit dem Kunst und Kulturkreis Wullersdorf mit Bezug zur Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht“ eröffnet am 19.03. 2026, 19 Uhr in der KIAM GALERIE Amstetten.
Nach der Begrüßung durch Kulturstadtrat Stefan Jandl sprechen Roswitha Fröschl (KIAM) und Andreas Semerad (Kunst- und Kulturkreis Wullersdorf) zur Ausstellung.
Schräge Musik verspricht Stefan Jandl zu den quer gedachten Werken von Daniel Dragoș, Roswitha Fröschl, Josef Hofstetter, Eva Huber, Alfred Koch und Pius Litzlbauer (KIAM) sowie Paul Daniel, Uschi Haglma`gyi, Andreas Herok, Edith Hörmann, Andreas Semerad, Gisela Steiger-Semerad, Karin Stöllner, Tommy Vogel (Kunst- und Kulturkreis Wullersdorf)
Mit „QUERgedacht: GENIE und WAHN“ setzt die KIAM Galerie Amstetten ihre Ausstellungsreihe im Kontext der Landesausstellung 2026 „Wenn die Welt Kopf steht“ fort. Gemeinsam mit den Künstler:innen des Kunst- und Kulturkreis Wullersdorf widmen sich die Mitglieder der Kunstinitiative Amstetten einer ebenso faszinierenden wie widersprüchlichen Idee der Kulturgeschichte: dem schmalen Grat zwischen schöpferischer Kraft und existenzieller Grenzerfahrung.
Vierzehn künstlerische Positionen nähern sich dem Spannungsfeld zwischen Kreativität, Genialität und Wahnsinn aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Ausstellung lädt dazu ein, vertraute Denkweisen zu verlassen und im wahrsten Sinne des Wortes quer zu denken – jenseits ausgetretener Pfade.
Der Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche formulierte diese Ambivalenz eindringlich:
„Und wenn du lange in den Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Sein Denken steht exemplarisch für die fragile Nähe von geistiger Schaffenskraft und seelischer Verletzlichkeit.
Ist Kreativität ein plötzlicher Geistesblitz – oder ein Prozess des Suchens, Zweifelns und Neu-Sehens? Wer bestimmt, wer als Genie gilt – und wer nicht? Und wo verläuft die Grenze zwischen visionärer Vorstellungskraft und dem, was wir als Wahn bezeichnen?
Die Ausstellung versteht diese Fragen nicht als Gegensätze, sondern als offenes Feld: einen Raum, in dem sich Ideen verschieben, Bedeutungen überlagern und neue Perspektiven entstehen. Vielleicht liegt gerade im Querdenken jene produktive Unruhe aus der Kunst hervorgeht.
Aussender: KIAM, newsletter@kiam.co.at