Ausstellungsdauer: 20. Juni bis 26. Juli 2026
Öffnungszeiten: Mi - So, 13 - 18 Uhr
Raum für Kunst im Lindenhof | Norbert Pümpel "Looking out on the Morning Rain"
Zur Eröffnung spricht: Silvie Aigner
Norbert Pümpel präsentiert in dieser Ausstellung hauptsächlich Werke der letzten Jahre. Mit den Nympheas – Bilder zum Krieg zeigt Pümpel Betroffenheit über den Ausbruch des Ukrainekrieges. In vornehmlich düsteren Bildräumen erscheinen floral anmutende Formen oder angedeutete Blütenknospen, nicht als naturalistische Darstellungen, sondern als aufgeladene Zeichen zwischen morbidem Verfall, Fragilität und der latenten Möglichkeit des Aufblühens.
Auch die Klagelieder entziehen sich einer eindimensionalen Deutung, sie zeigen Blüten ohne Bezug zu einer bo- tanischen Wirklichkeit, eher transportieren sie Befindlichkeiten und Stimmungen, sind Zeugnis einer ganzheitlichen Ästhetik, die Anästhetik mitdenkt. Zwischen poetischer Reduktion und eindringlicher Deutlichkeit sind diese Arbeiten Zeugnis einer „subversiven Kraft des Ästhetischen“, wie Pümpel selbst sagt.
Eine subtile Kritik der Metaphysik klingt in den Werken Jenseits-Versuch oder Heaven is a Magnificent Dream an. Der Globus als fragile Bühne, das Universum als Projektionsfläche menschlicher Fantasie. Das Absurde bleibt steter Begleiter in Pümpels Werken. Nicht von ungefähr lautet der Titel eines seiner Werkkataloge (Wien, 2020) Alles ist bedeutend oder unbedeutend gleichermaßen.
Zuletzt waren die Klagelieder in einer viel beachteten Ausstellung im Art Institute Shibukawa in Japan zu sehen.
Galerie Lindenhof | Otto Eder und Heliane Wiesauer-Reiterer
Zur Eröffnung spricht: Dr. Berthold Ecker
"Sein Mut, immer wieder einen neuen Weg zu versuchen, um zum Ziel zu gelangen, scheint mir ein besonderes Merkmal zu sein."
(Fritz Wotruba über Otto Eder)
"Eder hatte schon eine bestimmte Vorstellung: Die Figur als Ausgangspunkt, die Reduktionsarbeit an der Figur, um sie umzuwandeln zu etwas Symbolhaftem."
(Kristian Sotriffer)
Heliane Wiesauer-Reiterer über Otto Eder:
1967 lernte ich Otto Eder bei seiner Ausstellung im Künstlerhaus Wien kennen. Er stellte archaische Skulpturen aus. Aus dieser ersten Begegnung erwuchs eine langjährige Freundschaft zwischen Otto Eder, meinem Mann Ernst und mir. Eder lud mich jedes Jahr zu den Bildhauersymposien ins Krastal ein. 1974 erwarben Ernst Reiterer und ich die erste Skulptur von ihm. Das war der Beginn unserer Sammeltätigkeit. Gemeinsam mit Eder und anderen Künstlern arbeiteten wir am Aufbau des Vereins „Begegnung in Kärnten - Werkstätte Krastal“ und an der Organisation der Bildhauersymposien im Krastal. 1982 starb Otto Eder.
Ernst und ich setzten uns viele Jahre für den Erhalt von Eders künstlerischem Nachlass ein und organisierten zahlreiche Ausstellungen in Österreich.
Die menschliche Figur war Eders Thema ebenso wie meines, wenn auch unsere Wege anders verliefen. In den 1950er und 1960er Jahren arbeitete Eder an Dübelplastiken und an sehr reduzierten Marmor-Skulpturen. Seit 1967 widmete er sich primär großformatigen Skulpturen, die er während der Bildhauersymposien im Krastal erarbeitete.
1969-1973 malte ich im Krastal Steinbrüche, Landschaften und Figuren. Meine Beschäftigung mit der Skulptur begann 1974, wobei mir das Ausgangsmaterial zunehmend wichtiger wurde. Aus gefundenen Holzbrettern nagelte ich lebensgroße Figuren und Köpfe, die ich anschließend bemalte. In den folgenden Jahren widmete ich mich im Krastal primär der Steinskulptur.
Raum für Kunst + Galerie Lindenhof
Oberndorf 7, 3820 Raabs an der Thaya
Aussender: Galerien Thayaland, office@galerien-thayaland.at