5. August 2026, 20.00 Uhr Eröffnung Perspektive Sommerkino
In Kooperation mit Naturfreunde Amstetten
Mi., 05.08. | 20.45 Uhr (OmU)
YANUNI – DIE STIMME DES AMAZONAS
Drehbuch u. Regie: Richard Ladkani, AT/DE/BR/CA/US 2025, 112 min., Dokumentation
„In eindringlichen Bildern erzählt Ladkani parallel die Geschichte einer Frau, eines Volkes und letztlich auch die Geschichte unserer Verhältnisse zur Welt.“ (RAY Filmmagazin)
Für den Dokumentarfilm Yanuni begleitete Richard Ladkani die Aktivistin Juma Xipaia, die ihre Heimat gegen Ausbeutung verteidigt, über einen Zeitraum von fünf Jahren und zeigt ihren politischen Aufstieg bis hin zu ihrer Rolle im Ministerium für indigene Völker.
Juma Xipaia verbrachte ihre Kindheit im brasilianischen Regenwald und wurde bereits im Alter von 24 Jahren der erste weibliche Häuptling des Xipaia-Gebiets. An der Seite ihres Mannes Hugo Loss, der als Einsatzleiter bei der IBAMA, dem brasilianischen Bundes-Umweltamt, tätig ist und illegale Bergbaubetriebe aufspürt und zerstört, kämpft sie unermüdlich für das Land ihres Volkes und nimmt dafür große persönliche Risiken in Kauf.
Yanuni wurde mehrfach ausgezeichnet und gelangte 2025 auf die 15 Filme umfassende Oscar-Shortlist für den besten Dokumentarfilm.
Der Titel „Yanuni“ bezieht sich auf Xipaias ungeborene Tochter und kann mit „Sieg“ übersetzt werden.
In Kooperation mit Dante Alighieri Amstetten
Do., 06.08. | 20.45 Uhr (dF) | ab 12!
VERMIGLIO
Drehbuch u. Regie: Maura Delpero, IT/FR/BE 2024, 119 min., Drama
„Eine grandiose Familiensaga aus den italienischen Alpen!“ (SCREEN DAILY)
Dieses unwiderstehliche Porträt eines fast verschwundenen Lebens in den Südtiroler Bergen war der italienische Film des Jahres 2025, Oscar-Kandidat, ein Publikumsliebling an den Kinokassen und wurde mit sieben italienischen Filmpreisen ausgezeichnet!
1944: In Vermiglio, einem abgelegene Dorf im Trentino, lebt die kinderreiche Familie des Lehrers Graziadei in sehr einfachen, ärmlichen Verhältnissen, aber im Einklang mit der schönen Umgebung der Ostalpen. Die drei Schwestern Lucia, Ada und Flavia teilen sich ein Bett und vertrauen sich ihre geheimen Wünsche und Sorgen an. Als gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zwei sizilianischen Deserteure auftauchen, werden sie vom Lehrer im Heuschober versteckt. Die 18-jährige Lucia verliebt sich in den schweigsamen Pietro, wird von ihm schwanger und möchte ihn heiraten. Pietro willigt ein, hält um ihre Hand an und die Hochzeit findet statt. Dann aber erreicht die Nachricht vom Kriegsende das Dorf, und die Familie drängt Pietro, nach Sizilien zu fahren, um seiner Mutter mitzuteilen, dass er gesund überlebt hat. Pietro verspricht der schwangeren Lucia, so bald wie möglich zurückzukehren. Doch es kommt wochenlang keine Nachricht von ihm.
Vermiglio ist von Maura Delperos eigener Familiengeschichte inspiriert und greift Geschehnisse aus dem Leben ihres Vaters auf, der in Südtirol lebte.
In Kooperation mit Niederösterreichische Landesausstellung
Fr., 07.08. | 20.45.00 Uhr (OF)
GEHÖRLOS
Drehbuch, Regie u. Text: Anita Lackenberger, AT 2025, 90 min., Dokumentation
Das Leben gehörloser Menschen ist geprägt von einer langen Geschichte der Ausgrenzung und Verfolgung. Trotz vieler positiver Entwicklungen in den letzten Jahren wurde der Wert des „Hörens“ und der Lebensweg gehörloser Menschen oft von anderen (fremd)bestimmt. Der Film Gehörlos taucht in eine für viele unbekannte Realität ein und fragt jene, die wohl am besten wissen, was es bedeutet, in so einer Welt zu leben: Gehörlose Menschen.
Im Jahr 1938 wurde das ehemalige „Taubstummeninstitut“ in St. Pölten aufgelöst; das war der Ausgangspunkt für dieses außergewöhnliche Filmprojekt. Zahlreiche Interviews mit Betroffenen gewähren tiefe Einblicke in die Lebenswelt gehörloser Menschen und verdeutlichen Aspekte, die sich die „hörende“ Welt oft nicht vorzustellen vermag, wie z.B. die Freude am Tanzen, das Komponieren und der Zugang zur Musik. Besonders die Erfahrung gehörloser Kinder in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen im Fokus des Films: Körperliche und verbale Gewalt, sexueller Missbrauch sowie systematische Benachteiligung im Bildungsbereich; die Gebärdensprache wurde verboten und gehörlose Personen wurden als minderwertig betrachtet.
Gehörlos ist eine einzigartige Mischung aus dokumentarischen Dreharbeiten und inszenierten Spielszenen, berichtet von erschütternden Schicksalen und macht ein Geschichte sichtbar, die lange Zeit übergangen wurde.
Filmgespräch mit der Regisseurin Anita Lackenberger.
Di.,11.08. | 20.45 Uhr (dF)
VIVA LA VIDA – SO KLINGT DAS LEBEN
Drehbuch u. Regie: Daniel Sánchez Arévalo, ES 2025, 112 min., Tragikomödie
„Der Film fühlt sich an wie eine Umarmung - eine Umarmung, die dem Publikum vor Augen führt, dass die Welt trotz aller Missstände und Mängel ein Ort ist, an dem es sich zu leben lohnt - der absolute Feel-Good-Film.“ (CINEMANIA)
Vor zwei Jahren erschütterte ein tragisches Schiffsunglück das kleine Fischerdorf A Guarda an der galicischen Küste Spaniens, bei dem neun Menschen zu Tode kamen. Nun versuchen die Einwohner, ihr traditionelles „Rondalla“-Musikensemble wiederzubeleben, um die Trauer hinter sich zu lassen und die Begeisterung wiederzugewinnen.
Durch die gemeinsamen Proben findet die Dorfgemeinschaft allmählich wieder zusammen, und als man beschließt, am jährlichen regionalen Musikwettbewerb teilzunehmen, übernimmt die 18-jährige Andrea die Leitung – in Erinnerung an ihren Vater, der bei der Katastrophe ebenfalls ums Leben kam.
Mit Mut und Entschlossenheit bringt Andrea frischen Wind in die Proben. Sie verbindet vertraute Instrumente mit zeitgenössischen Hits und weckt so nach und nach die Lebensfreude der Menschen. Doch der Weg ist kein leichter: Die Lücken, die das Unglück hinterlassen hat, sind auch im Ensemble spürbar, und zwischen Hoffnung, Zweifel und Trauer gerät die Harmonie der Gemeinschaft immer wieder ins Wanken.
Der Film basiert nicht direkt auf einer spezifischen wahren Begebenheit, ist jedoch tief in der Realität der galicischen Küstenkultur verwurzelt.
Mi., 12.08. | 20.45Uhr (OF) | ab 12!
ROSE
Drehbuch u. Regie: Markus Schleinzer, AT/DE 2026, 93 min., Historiendrama
„Ein seltenes, tief berührendes Kinoereignis!“ (ARD)
„Ein grandioser Film, meisterhaft inszeniert!“ (THE HOLLYWOOD REPORTER)
Rose ist in den Wirren des 30-jährigen Krieges (1618 – 1648) angesiedelt und erzählt von einer Frau, die sich, als männlicher Soldat verkleidet, und dadurch Integration in eine Dorfgemeinschaft erhofft. Die Hauptrolle übernahm Sandra Hüller, die wegen ihrer herausragenden schauspielerischen Leistung bei der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
In einem abgeschiedenen protestantischen Dorf erscheint eines Tages ein mysteriöser Soldat. Er behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofes zu sein, und er kann auch ein Dokument vorweisen, das seinen Anspruch bestätigt. Der Fremde setzt nun alles daran, hier sein Glück zu finden. Allerdings wird sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz durch sein Geheimnis erschwert: Er ist unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts ins Dorf gekommen. Um seine Ziele zu erreichen, schreckt er auch nicht vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna (Caro Braun), der Tochter eines Großbauern, zurück. Als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt sich Rose am Ziel ihrer Wünsche; denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
Die Figur der Rose ist inspiriert von zahlreichen dokumentierten Berichten über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte.
Eintritt Sommerkino
€ 12,- für Erwachsene; € 9,- für Schüler:innen und Studierende
Zu jedem Film wird eine kleine Aufmerksamkeit gereicht.
Kartenreservierung: reservierung@perspektivekino.at
Freie Platzwahl im Pfarrinnenhof der kulturKiRCHE St. Marien.
Einlass jeweils ab 19.30 Uhr!
Veranstaltungsort: kulturKiRCHE St. Marien, Südtiroler Straße 1, 3300 Amstetten-Allersdorf
In Kooperation mit dem Genuss-Bauernhof Distelberger
Do., 13.08. | 20.45.30 Uhr (dF)
A LA CARTE! – FREIHEIT GEHT DURCH DEN MAGEN
Drehbuch u. Regie: Éric Besnard, FR/BE 2021, 113 min., Komödie
„À la Carte! – Freiheit geht durch den Magen“ ist eine filmische Köstlichkeit, die man sich ganz sachte im Munde zergehen lassen möchte – eine wunderschön ausgestattete Verneigung vor Gastronomie, Gastlichkeit und Geselligkeit!“ (Sidney Schering, FILMSTARTS.DE)
Der Film erzählt die (fiktive) Geschichte von der Entstehung der Gasthäuser als Ort der Begegnung und des Genusses für jedermann, also als politischer Ort, denn Konversation zu Tisch war bis dahin den Adeligen vorbehalten.
Pierre Manceron ist ein kreativer Koch zur Zeit vor der Französischen Revolution. Er kocht für einen Grafen, wird von diesem allerdings entlassen, weil er eine neue Kreation mit profanen Erdäpfeln serviert. Manceron muss nun sein Leben neu ordnen und kehrt auf den verlassenen Bauernhof der Familie zurück.
Zunächst eröffnet er ein Gasthaus für Reisende. Kurz darauf taucht die mysteriöse Louise auf, die sich als Marmeladeköchin ausgibt und bei Manceron in die Lehre gehen will. Allerdings macht Manceron zunächst nicht viel aus seiner gut gelegenen Gaststätte; er wartet stur darauf, dass der Graf ihn wieder in seine Dienste bittet. Und erst nachdem dieser seinen Besuch ankündigt, beginnt Manceron wieder zu kochen. Gemeinsam entwickeln Manceron, sein Sohn Benjamin und Köchin Louise nun ein Konzept für ein Restaurant – und es wird ein unerwarteter Erfolg.
Information
Ab 18:00 Uhr besteht die Möglichkeit zu einer Heurigenjause mit sommerlichen Spezialitäten. Die Veranstaltung im Innenhof des Genuss-Bauernhof Distelberger findet an Tischen statt.
Reservierung unter info@distelberger.at oder reservierung@perspektivekino.at . Keine Platzgarantie ohne Reservierung.
Veranstaltungsort: Genuss-Bauernhof Distelberger, Gigerreith 39, 3300 Amstetten
Aussender / weitere Infos: Perspektive Kino Amstetten, newsletter@perspektivekino.at , www.perspektivekino.at , www.instagram.com/perspektivekinoamstetten , www.facebook.com/PerspektiveKino