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Veranstaltungen und Festivals

"Kreis des Ersten Atems" von Rolo Mongolo/Heubergkunst

Färberei Wieselburg, bis 31. August 2026

Die Installation "Kreis des Ersten Atems - der Mythos der Neun Stämme" des Künstlers Rolo Mongolo/Heubergkunst kann jederzeit besichtigt werden (Zugang durch einen Vorhang auf der Seite des Gebäudes). Das Werk steht im Garten der Färberei, hinter den beiden Gebäuden. Wenn man also Lust hat, ist auch eine Besichtigung mitten in der Nacht möglich. 


Termin: bis 31. August
Ort: Färberei, Anton-Fahrner-Gasse 4, 3250 Wieselburg
 

Postapokalyptischer Primitivismus
Wir leben in einer Zeit, die von Geschwindigkeit geprägt ist. Alles wird schneller, lauter, technischer und scheinbar effizienter. Fortschritt gilt als Versprechen, Wachstum als Ziel. Doch gleichzeitig wächst in vielen Menschen das Gefühl, dass etwas verloren gegangen ist: die Verbindung zur Natur, zu den eigenen Wurzeln, zur Stille und zu den uralten Fragen des menschlichen Daseins. Die Arbeiten des Künstlers Rolo Mongolo aus Scheibbs setzen genau an diesem Punkt an.

 

Zurück zum Ursprung
Zwischen Tierschädeln, Totholz, Stein und Knochen entsteht eine Welt, die nicht von der Zukunft der Maschinen erzählt, sondern von dem, was nach dem Ende der modernen Ordnung übrig bleibt. Die Werke zeigen keine Katastrophe als Schreckensbild. Sie betrachten den Zusammenbruch der modernen Zivilisation vielmehr als Übergang, als Rückkehr und als Möglichkeit. Auf diesem Fundament ruht die Heubergkunst.

 

Der „Kreis des Ersten Atems“
Der „Kreis des Ersten Atems“ – die aktuelle Heubergkunst-Installation im Garten der Färberei in Wieselburg, die bis zum Ende des Sommers zu sehen ist – soll diese künstlerische Philosophie symbolisieren. Der Kreis des Ersten Atems ist im Mythos des Postapokalyptischen Primitivismus der heilige Ursprungskreis, aus dem alles Leben, Erinnerung und Gemeinschaft hervorgehen. Er symbolisiert den ersten Atemzug der Welt nach dem Ende der „alten Zivilisation“ (bzw. unserer gegenwärtigen Gesellschaft) und steht für den Moment, in dem Mensch, Natur und Geist wieder miteinander verbunden sind. Im Zentrum des Kreises steht das Geisterkind – Träger des Ersten Atems und Hüter des Gleichgewichts.
Um das Zentrum sind die vier Urwesen angeordnet:
• Norden: Der Gehörnte Waldgeist – Wildnis und Kraft
• Osten: Der Wanderer ohne Namen – Aufbruch und Suche
• Süden: Die Feuerfrau – Wandel und Erneuerung
• Westen: Die Flussmutter – Leben, Erinnerung und Heilung
Den äußeren Ring bilden die Neun Stämme, die jeweils einen der Flammenden Pfade bewahren. Jeder Stamm trägt einen Teil des Wissens der neuen Welt; erst gemeinsam bilden sie den Kreis des Ersten Atems. Der Kreis ist kein Herrschaftssymbol, sondern ein Symbol des Gleichgewichts. Niemand steht über den anderen – jede Richtung, jedes Wesen und jeder Stamm ist notwendig, damit der Erste Atem weiterlebt. Er erinnert daran, dass Kultur nicht aus Macht entsteht, sondern aus Erinnerung, Gemeinschaft und dem respektvollen Umgang mit der lebendigen Welt.

 

Postapokalyptischer Primitivismus (Heubergkunst)
Der postapokalyptische Primitivismus ist eine künstlerische Haltung, die sich eine Welt nach dem Zusammenbruch der modernen Zivilisation vorstellt. In der Heubergkunst von Rolo Mongolo entstehen aus Holz, Stein, Knochen und Fundstücken archaische Objekte, Symbole und Mythen, die Naturverbundenheit, Erinnerung und einen kulturellen Neubeginn thematisieren. Die Werke verstehen sich als kritische Reflexion über Konsum, Technikgläubigkeit und Entfremdung und suchen nach einer ursprünglicheren Beziehung zwischen Mensch, Natur und Gemeinschaft.

 

Infos und Aussender: Rolo Mongolo/Heubergkunst

www.facebook.com/rolomongoloclub76
www.instagram.com/rolo_mongolo
 

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