Ausstellungsdauer: 12. Sept bis 18. Okt. 2026
Öffnungszeiten: Mi - So, 13 - 18 Uhr
Raum für Kunst im Lindenhof | Andreas Ortag
Zur Eröffnung spricht: Dr. Peter Zawrel
"Andreas Ortags Kompositionen entstehen aus dem Versuch, einen Gleichklang mit der Natur herzustellen, und aus jenem intuitiven Suchen, das den – durchaus nicht offenliegenden – Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhängen des Gegebenen auf der Spur ist. Es ist nicht die Vorstellung von einer idealistischen Harmonie, die Ortag an seine Bilder weitergibt, sondern die Vorstellung eines nur im Augenblick gültigen Zustandes, der sich aus ordnendem Intellekt und dem stets vorhandenen Staunen über das Chaos von Außen- und Innenwelt ergibt."
– Wolfgang Hilger, Katalog „Odyssey! – Andreas Ortag 1999/2000“
Die Ausstellung gewährt Einblicke in Serien von Tuschearbeiten aus den letzten Jahren. 2005 entstand während eines Artist-in-Residence-Aufenthaltes in Paliano bei Rom ein umfangreicher Zyklus von Aquarellen im Format 100 x 70 cm, dem seither weitere Serien im gleichen Format folgten. Die teils expressive Farbigkeit wandelte sich in den letzten Jahren zu Arbeiten in Tusche, zum Teil in strengem Schwarzweiß, dann wieder laviert und/oder ergänzt durch Grautöne, Asche.
Die reduzierte Palette und die meditative Arbeitsweise führte zu immer neuen Blättern, einmal zart und verhalten, dann wieder kräftig in Duktus und Struktur.
Ergänzt werden die Tuschearbeiten durch Lithographien, die meist einen langen Entstehungsprozess durchlaufen – großformatige, vielfarbige Blätter mitunter über Jahre. Dabei entstehen in der Regel keine Auflagen, sondern Unikatdrucke als Ergebnis der handwerklich-spielerischen Auseinandersetzung mit dem Lithostein.
Galerie Lindenhof | NöDOK | Bildstörung
Zur Eröffnung spricht: Hartwig Knack, Kurator der Ausstellung
Wenn wir durch eine geriffelte Glasscheibe schauen oder unter einer bewegten Wasseroberfläche Dinge optisch erfassen wollen, so verhalten sie sich in ihrer äußeren Erscheinung bizarr, seltsam gestört und verformt. Im Bereich der visuellen Medien versteht man unter „Bildstörung“ versehentlich mit kommunizierte Informationen, die unerwünschte Veränderungen im übertragenen Signal verursachen.
Wir alle kennen das Phänomen, wenn Störungen des Satellitenempfangs oder mangelhafter digitaler Datentransfer Verzerrungen des Fernsehbildes oder gestreamten Films hervorrufen. Die ausstellenden Künstler:innen greifen solche und andere spannende bildliche Deformationen, Irrungen und Trugbilder gezielt auf und entwickeln sie in ihren Arbeiten weiter, denn in einer zufälligen Bildstörung oder einer Sinnestäuschung ist das zu beobachten, was sonst unsichtbar bleibt.
Aus dieser Perspektive heraus wächst der Störung selbst ein inhaltlicher, wie auch ästhetischer Informationswert zu. Digitale Auflösung, Realismen, Unschärfen und Anomalien treffen auf analoges Schaffen. Verfremdete Gesichter, Landschaften, Natur oder imaginäre fantastische Architekturen entstehen. Sie erzählen von visueller Wahrnehmung, psychischer Verfasstheit, vorgetäuschter Wirklichkeit und der Zertrümmerung optischer Zusammenhänge.
Konzept und Kuratierung: Hartwig Knack
Mit den KünstlerInnen:
Natascha Auenhammer, Peter Baldinger, Christian Bazant-Hegemark, Bettina Beranek, Robert Davis, Walter Ebenhofer, Wolfgang Grinschgl, Caroline Heider, Harding Meyer, Gabi Mitterer, Georg Pummer, Fritz Simak, Jürgen Wagner, Jürgen Wagner, Robert Zahornicky.
Raum für Kunst + Galerie Lindenhof
Oberndorf 7, 3820 Raabs an der Thaya
Aussender: Galerien Thayaland, office@galerien-thayaland.at