Erzbischöfliches Gymnasium Hollabrunn, Kirchenplatz 2, 2020 Hollabrunn
Norden ist oben, Europa liegt ziemlich genau in der Mitte und Grönland wirkt auf vielen Weltkarten beinahe so groß wie Afrika. Aber ist das wirklich die Welt – oder nur eine bestimmte Art, sie darzustellen? Karten scheinen objektiv zu sein. Tatsächlich treffen ihre Gestalter jedoch unzählige Entscheidungen darüber, was wir sehen, wie wir es sehen – und was vielleicht gar nicht dargestellt wird.
Unter dem Titel „Die Macht der Kartographie: Wie Karten unsere Vorstellungen von Raum prägen“ lädt die nächste Ausgabe der Hollabrunner Vorlesungen dazu ein, vermeintlich vertraute Weltkarten mit völlig neuen Augen zu betrachten.
Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19 Uhr ist der Geoinformatiker und Kartograph Rainer Rockenbauer MA MSc im Festsaal des Erzbischöflichen Seminars Hollabrunn zu Gast.
Seit Jahrhunderten helfen Karten den Menschen dabei, sich zu orientieren, Grenzen zu ziehen, Entfernungen einzuschätzen und die Welt zu ordnen. Doch jede Karte ist zugleich eine Auswahl und Interpretation der Wirklichkeit: Welche Region steht im Mittelpunkt? Was erscheint groß, was klein? Welche Grenzen werden eingezeichnet? Und welchen Einfluss haben solche Darstellungen darauf, wie wir Länder, Kontinente und letztlich die ganze Welt wahrnehmen?
Rainer Rockenbauer zeigt, welche „Macht“ in Karten steckt und warum Kartographie weit mehr ist als die möglichst genaue Abbildung geografischer Gegebenheiten. Der Vortrag verspricht überraschende Perspektiven auf etwas, das uns im Alltag ständig begegnet – vom klassischen Atlas über Navigationssysteme bis hin zu digitalen Karten.
Aussender / weitere Infos: Hollabrunner Vorlesungen, hvo@hollabrunnervorlesungen.at