Der niederösterreichische Verein Kunst99 präsentiert von 11. bis 14. November 2026 - ONGOING im Wiener 1. Bezirk - inszeniert als Art-Takeover - drei künstlerische Perspektiven: Dominik Geiger (Fotografie), Jedida Lefèvre (Malerei), und Petra Kräutner (Textilien).
Eine Schau, die Kunst nicht über finalisierte Werke definiert, sondern als fortwährenden Prozess versteht. Diese transformative Perspektive findet sich bei jedem der ausgewählten Künstler*innen wieder. Sie hinterfragen gemeinsam, aber dennoch ganz individuell, den aktuellen Status in Zeiten digitaler und materieller Transformation.
Die Ausstellung „ONGOING“ zeigt drei Positionen: Dominik Geiger richtet in seinen fotografischen Arbeiten den Blick auf das postwendische Osteuropa und das schwindende Individuum im digitalen Kapitalismus. Jedida Lefevre hingegen fusioniert abstrakte Acrylmalerei, Street-Art-Elemente und andere Materialien zu gesellschaftskritischen Bildwelten. Petra Kräutner hingegen färbt, verformt, und lässt so Textilien zu skulpturalen Zeitzeugen sozialer Transformation werden. Gemeinsam entwerfen sie ein vielschichtiges Echo unserer Gegenwart.
Dominik Geiger erschafft in seinen Arbeiten eine einzigartige Ästhetik, welche die Grenzen zwischen kontextueller und isolierter Fotografie bewusst auflöst. Die bei ONGOING gezeigten Fotografien sind Zeitzeugen der Postwende-Jahre im Osten Europas. Dabei seziert er in seiner Arbeit das Verschwinden des Menschen im digitalen Kapitalismus und geht der Frage nach, was bleiben wird.
Petra Kräutner alias Pebelle schöpft die Inspiration in ihrer textilen Arbeit aus der Natur und natürlichen Phänomenen. Das Färben und die Materialveränderung werden zur physischen Analogie. Das Textil ist keine bloße Hülle mehr, sondern ein eigenständiger Träger von Struktur und Transformation. In der gezeigten Ausstellung ONGOING bildet sich ihre Loslösung vom funktionalen Design ab und lädt ein, ihre Arbeiten zu sich sprechen zu lassen.
Jedida Lefevre, die kreative Signatur der bildenden Künstlerin bewegt sich zwischen abstrakter Acryl-Ästhetik, Street-Art und das Einbinden von Materialien aller Art, bis hin zur Fotografie - Schubladendenken funktioniert hier nicht, maximal als Ablage der eigenen Voreingenommenheit. Für ONGOING hält sie neue Arbeiten bereit, die sich in den Kanon der Gesellschaftskritik einreihen.
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